Reiseknigge England"Very interesting?" Da können Sie einpacken

Engländer sind viel zu höflich, um direkt zu sein: Tipps für eine Reise ohne Fettnäpfchen durch England - nicht nur für Fans von Queen und Royals.

Von Katja Schnitzler

Nicht nur zur Hochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry sind London und England ein attraktives Ziel für Touristen, die vor Ort ihre Begeisterung über den schönen Urlaub aber nicht zu temperamentvoll herausposaunen sollten. Auch sonst gibt es viele Möglichkeiten, den steifen Briten auf die Zehen zu steigen. Doch keine Sorge, sie werden sich gleich dafür bei Ihnen entschuldigen. Ein Überblick über mögliche und unmögliche Fettnäpfchen in England.

Begrüßung

Formvollendet ist die Frage "How do you do?". Diese ist als Floskel anzusehen und mit der Gegenfrage "How do you do?" zu beantworten. Auch auf "How are you?" reicht ein "Fine, thank you." Ihr tatsächlicher Gemütszustand spielt für die Antwort keine Rolle. Auch ein "Nice to meet you!" ist eine ausreichend höfliche Eröffnung. Wenn Sie sich unbedingt namentlich vorstellen wollen, warten Sie zumindest diesen Gesprächsbeginn ab - vielleicht auch noch das Wettergeplänkel, wobei Nicht-Insulaner etwas weniger über Nieselregen oder Hitze lamentieren sollten als die Einheimischen. Und bitte nicht umarmen und Küsschen verteilen - das wäre mehr als eine Spur zu nah. Wird Ihnen die Hand entgegengestreckt, dürfen Sie diese drücken. Kurz. Zum Abschied reicht ein körperkontaktloses "Have a nice day".

Bild: AP 16. Mai 2018, 05:202018-05-16 05:20:08 © SZ.de/mkoh/sks