Zehn-Punkte-Plan – Strompreis

Die Entscheidung, die Energieversorgung schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen, sei richtig, sagt Altmaier. Sie müsse aber "in jedem Augenblick volkswirtschaftlich verantwortbar und damit bezahlbar sein, da sie ansonsten ihre eigene Basis untergraben und zerstören würde." Es dürfe durch hohe Energiekosten keine sozialen Verwerfungen geben.

Einkommensschwachen Haushalten will der Minister daher mit einer kostenlose Energieberatung helfen. "Nach zurückhaltenden Schätzungen können hier über 30 Prozent Strom gespart werden", schreibt Altmaier. Damit ließen sich steigende Strompreise in vielen Fällen ausgleichen.

Dabei stellt der Umweltminister die bisherige Ökostromförderung in Frage. Mittelfristig müssten die erneuerbaren Energien "auch ohne Einspeisevergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz markt- und wettbewerbsfähig werden".

Damit reagiert der MInister auf seine Kritiker. Sowohl Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) als auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hatten vorgeschlagen, die Förderung von Ökostrom neu zu regeln. Die Zukunft des Ökostroms solle auch Gegenstand eines Spitzentreffens im Kanzleramt Ende des Monats sein.

Bild: dapd 18. August 2012, 16:542012-08-18 16:54:10 © Süddeutsche.de/mkoh/anri/joku/rus