Zwei Umweltsünder unter sich: US-Präsident Obama redet mit Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao beim Klimagipfel. Angeblich einigen sie sich.
In Kopenhagen wird noch immer verhandelt - von einem baldigen Ende kann keine Rede sein. Die Staats- und Regierungschefs, ihre Minister und Unterhändler stecken noch mitten in den Verhandlungen - und ein Ergebnis ist nicht abzusehen.
Wen Jiabao und Barack Obama (© (Foto: AFP))
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Ein mit Spannung erwartetes Gespräch zwischen US-Präsident Barack Obama und Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao soll immerhin konstruktiv verlaufen sein. Bei dem etwa einstündigen Treffen seien "Fortschritte" in Schlüsselfragen eines Abkommens gemacht gemacht worden, sagte ein US-Vertreter.
Konkret hätten Obama und Wen, deren Länder die größten Verursacher von Treibhausgasen sind, über drei der strittigsten Themen verhandelt, die einem Klima-Pakt derzeit im Weg stünden, darunter auch Obergrenzen für den Schadstoffausstoß. Was genau vereinbart wurde, sagte der US-Vertreter nicht.
"Sie haben jetzt ihre Unterhändler angewiesen, auf einer bilateralen Grundlage und mit anderen Staaten weiterzuarbeiten um zu sehen, ob eine Übereinkunft erzielt werden kann", sagte ein Vertreter des US-Präsidialamts.
Zuvor hatte US-Präsident Barack Obama beim Weltklimagipfel in einer mitreißenden und rhetorisch gewohnt brillanten Rede vor einem Scheitern der Verhandlungen gewarnt.
Keine konkreten Angebote
"Die Welt beobachtet uns, und unsere Handlungsfähigkeit steht in Zweifel", sagte Obama vor 192 vertretenen Delegationen in Kopenhagen. "Der Klimawandel ist eine große und wachsende Gefahr für unsere Völker." Er bedeute eine Gefahr für Sicherheit, Wirtschaft und den Planeten.
Die Frage sei nun, ob die Weltgemeinschaft es schaffe, gemeinsam zu handeln. Als zweitgrößter Produzent gefährlicher Treibhausgase seien die USA bereit, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Nach zweiwöchigen Verhandlungen müssten die Grundlage eines Abkommens klar sein, sagte Obama."Wir brauchen entschiedene nationale Taten, um unsere Emissionen zu senken", sagte Obama - ohne allerdings neue konkrete Angebote zu machen.
Der US-Präsident lobte die großen Schwellenländer, die allesamt ehrgeizige Ziele vorgelegt hätten, forderte allerdings Tranzparenz ein. "Wir müssen einen Kontrollmechanismus haben, ob wir die Klimaziele erfüllen." Jede Übereinkunft ohne mögliche Überprüfungen bestehe aus leeren Worthülsen. "Das macht keinen Sinn."
Obama betonte, die Zeit laufe aus. Es sei die Frage, ob man jetzt auseinanderlaufe oder gemeinsam handle. Amerika habe sich entschlossen. Die USA seien bereit, dieses Abkommen noch am Freitag zustande zu bringen. Es müsse aber Bewegung auf allen Seiten geben.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bat die Staats- und Regierungschefs, bis Samstag beim Klimagipfel in Kopenhagen zu bleiben. Dies sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. Kurz vor Obamas Rede hatte bereits aus der Delegation der dänischen Gastgeber verlautet, dass der Gipfel möglicherweise verlängert wird: "Es gibt für dieses Treffen keinen Zeitpunkt für ein Ende."
Die New York Times berichtete in ihrer Internetausgabe, dass sogar eine Verlängerung bis Sonntag möglich sei. Plangemäß sollte das Treffen mit Vertretern aus 192 Staaten am Freitagnachmittag enden.
Aus deutscher Sicht kann der UN-Klimagipfel trotz der zähen Verhandlungen noch einen Kompromiss erringen. "Heute fallen die Würfel", sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Kopenhagen. "Wir haben jetzt keinen Stillstand mehr, sondern wir haben Bewegung in die richtige Richtung."
Im Video: US-Präsident Obama hat die Staats- und Regierungschefs auf dem Klimagipfel in Kopenhagen zum Handeln aufgerufen. Ein neues Angebot ur Reduzierung des CO2-Ausstoßes seines Landes machte er allerdings nicht.
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(dpa/AFP/AP/Reuters/gal/bica)
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"Zwei Umweltsünder unter sich: US-Präsident Obama redet mit Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao beim Klimagipfel. "
Tja, der dritte Umweltsünder fehlt wieder mal. Scheinbar hält er sich für sehr umweltbewusst.
Ratespiel: Wer ist hier gemeint? :-)