Zehn Milliarden Euro - diese stattliche Summe streicht Kanzlerin Angela Merkel ihren Ministern im Etat für das kommende Jahr. Mehr als eine Viertelbillion Euro gibt die Bundesrepublik jedes Jahr aus, doch nach der Rekordneuverschuldung in der Krise muss von 2011 an kräftig gespart werden. Am Sonntag und Montag beraten Merkel und ihr Kabinett deshalb im Berliner Kanzleramt über radikale Einschnitte, um die Sparvorgaben der "Schuldenbremse" zu erfüllen. Bei der Haushaltsklausur könnten sie auch liebgewonnene Subventionen kürzen, Steuern erhöhen und sogar den Wehrdienst aussetzen.

Verkleinerte Armee

Verteidigungsminster Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat eine Verkleinerung der Bundeswehr ins Spiel gebracht: Die Stärke der Armee könnte von 250.000 auf 150.000 Soldaten reduziert werden, zudem werden Rüstungsprojekte geprüft. Weil der Minister Einsparungen von einer Milliarde Euro angekündigt hat, war zwischendurch auch eine Aussetzung des Wehrdienstes im Gespräch.

Bild: ap

4. Juni 2010, 16:29 2010-06-04 16:29:56  © sueddeutsche.de/heis/bgr/mel/bgr/mel

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