Geplante Rede zur amerikanischen Außenpolitik Romney fordert Waffenlieferungen an syrische Rebellen

Mit diesem Vorschlag will Mitt Romney sein außenpolitisches Profil schärfen: Laut vorab veröffentlichten Auszügen einer Rede fordert er, schwere Waffen an die syrischen Rebellen zu liefern - und mit dem Sturz des Assad-Regimes auch Iran eine Niederlage zuzufügen.

Geht es nach Mitt Romney, so könnte der Bürgerkrieg in Syrien weiter eskalieren. In einer Rede, die der US-Präsidentschaftskandidat am Montag in Lexington im US-Bundesstaat Virginia hält, werde Romney fordern, die syrischen Rebellen mit Waffen zu beliefern. Dies geht aus vorab veröffentlichten Auszügen aus der Rede hervor, die mehreren US-Medien vorliegen. "Ich werde daran arbeiten, diejenigen Mitglieder der Oppositionstruppen zu identifizieren und zu organisieren, die unsere Werte teilen", heißt es in dem Manuskript. "Und ich werde sicherstellen, dass sie die Waffen bekommen, die sie brauchen, um Assads Panzer, Hubschrauer und Kampfjets zu besiegen."

Eine Lieferung schwerer Waffen an die syrische Opposition soll nach Ansicht Romneys auch Iran eine Niederlage zufügen: "Iran schickt Assad Waffen, weil er weiß, dass Assads Sturz eine strategische Niederlage für Iran darstellen würde." Der syrische Bürgerkrieg würde sich nach dem Willen Romneys zu einem Stellvertreterkrieg zwischen USA und Iran auswachsen. Außerdem spricht er sich für eine Ausweitung der Sanktionen gegen das iranische Atomprogramm aus.

Bisher ist Romney dafür kritisiert worden, wenig außenpolitische Erfahrung zu haben. Auch ist er für einige außenpolitische Äußerungen während des Wahlkampfs in die Kritik geraten. Mit der Rede am Montag möchte Romney nun offenbar außenpolitische Kompetenz demonstrieren. Der Vorschlag von Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen markiert dabei eine Kehrtwende von der aktuellen Strategie der US-Regierung. Diese bemüht sich darum, einer Eskalation des Konflikts entgegenzuwirken und Waffenlieferungen an die Rebellen zu beschränken.

In seiner Rede soll sich Romney auch zu den verbleibenden US-Truppen in Afghanistan sowie zur Lage in Israel und Palästina äußern. Außerdem wird er im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die US-Botschaft im libyschen Bengasi die Obama-Regierung scharf kritisieren: Der Angriff, der sich am 11. September 2012 ereignete, sei "wahrscheinlich das Werk derselben Kräfte, die unsere Heimat am 11. September 2001 attackiert haben. Dieser jüngste Anschlag darf nicht auf ein verwerfliches islamkritisches Video geschoben werden, auch wenn das die Regierung lange versucht hat."