Wer stänkert, der lebt - so die Devise der FDP. Die Liberalen wüten, weil Merkels Kabinettsführung nicht immer gerecht ist - und um die Chancen bei der Wahl in Baden-Württemberg zu erhöhen. Logisch ist das nicht.
Die FDP muckt auf. Die Drohung mit dem Tod der Koalition soll als ein Lebenszeichen der Liberalen zu verstehen sein. Weil man die gelben Farbbalken in den Umfragen kaum noch sieht, muss sich die FDP jetzt eben Gehör verschaffen. Damit klar ist, dass es sie noch gibt.
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Die FDP will sich nicht mehr hinter der Westerwelle-Debatte verstecken: Generalsekretär Christian Lindner wagt sich aus der Deckung und attackiert die CDU. (© dapd)
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Für das Gestänker gegen die Union haben die Liberalen zwei Gründe: Der erste heißt Guido Westerwelle. Wenn der Parteichef nach den Landtagswahlen im März noch Vorsitzender sein will, dann muss jetzt die Debatte aufhören, ob der Parteichef nach den Landtagswahlen im März noch Vorsitzender sein kann.
Vor kurzem galten die Wahlen in Baden-Württemberg als Ersatz-Plebiszit über den Bahnhof Stuttgart 21. Inzwischen richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, ob - pardon - die Fahrt für Westerwelle weitergeht. Der Vorteil für die Liberalen im Südwesten ist, dass sie jetzt ein Thema haben, das sie überhaupt mal interessant macht. Der Nachteil besteht darin, dass Westerwelles Werbewirksamkeit womöglich unwirksam geworden ist.
Der zweite Grund für die Empörung der FDP heißt Angela Merkel. Eine gewisse Ungleichbehandlung ist nicht zu bestreiten: Ungerührt sieht die Kanzlerin einerseits zu, wie der Finanzminister die Liberalen wegen ein paar hundert Millionen Euro Steuer-Erleichterungen zur Verzweiflung treibt. Gleichzeitig darf der Verteidigungsminister ständig ungestraft erklären, dass überall ganz viel gespart werden muss, nur bei ihm nicht ganz so viel.
Darüber darf sich die FDP schon mal aufregen. Ein Problem aber bleibt: Die Liberalen beschimpfen die Union, um im März Wahlergebnisse zu bekommen, die es der FDP erlauben, mit genau dieser Union weiter zu regieren. Das wird noch zu erklären sein.
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(SZ vom 18.01.2011/mob)
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Die Drohungen der FDP sind lächerlich und das wissen sie auch. Wahlen fürchten sie so wie der Teufel das Weihwasser. Abgesehen davon gehe ich davon aus, dass sie wieder auf ihr normales Maß von 5-7 Prozent der Wählerschaft zurückgestutzt werden wo sie dann ganz nach Lage gebraucht werden oder nicht.
Eine Partei kann nicht immer nur mit dem Mantra Steuererleichterung leben, oder weiß sie nichts besseres? Ist nur das ihr Lebenselixir?
Die FDP versucht eine Personal Debatte zu beginnen um von ihrer Politik abzulenken!Aber egal wer diesen Murks den sie Politik nennen weiter führen wird sie sind draußen.Die CDU versucht die Schadens Begrenzung und hat die Tüte über dem Kopf auf der steht"wir sind gar nicht da" damit sie nicht mit hinunter gezogen wird!
So ist das wenn man sich mit Diktaturen einläßt und denkt man könne diese CDU/CSU dirigieren!
Das Foto zu diesem SZ-Artikel spricht Bände: Die FDP als Januskopf - vorne Westerwelle, hinten Lindner.
Der eine knurrt, der andere bellt; wirklich zu sagen hat keiner was. Soeben hat ihnen CDU-Finanzminister Schäuble einen Liebesknochen weggenommen, indem er die großartig von der FDP versprochenen Steuersenkungen aufs nächste Jahr verschoben hat. Schwarz-Gelb hat fertig!
sie hat eh nichts mehr zu verlieren.
Es ist schon beispiellos, wie die CDU ihren eigenen Koalitionspartner zerschossen hat und damit ihre eigene Regierungsmehrheit.
Ach ja die CDU glaubt, sie ist so Multikulti und links geworden, das sie auch mit den Grünen kann (und hat dafür ihre Stammwähler verjagt)
NRW und Hamburg haben gezeigt, das der Schuss mächtig nach hinten losgeht, doch Merkel und die linken Newcomer in der CDU sind zu stark und glauben an den Linkspopulismus. So hatte die FDP sich das wohl nicht vorgestellt
und daneben hat die CSU nicht begriffen, dass die FDP Koalitionspartner ist. Und daher kann man die FDP schon verstehen. Von SPD, Grünen oder Linken angegriffen zu werden wäre normal. Wenn aber der grösste Stänkerer in der eigenen Koalition sitz, dann ist es schon schwierig.
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