Auch Buenos Aires wird bombardiert von den Schreckensmeldungen aus Japan, das auf der anderen Seite der Erdkugel liegt. Die Zeitungen, Fernsehsender und Radiokanäle machen seit Tagen mit der Apokalypse aus Tokios Norden auf, dabei sind Argentiniens Medien gerade in diesem Wahlkampfjahr eher innenpolitisch interessiert. So entgeht niemandem, was sich in den Havaristen von Fukushima-1 zuträgt.
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"Biblisch, mich deprimiert das", sagt Lucas Leopoldo, Gemüsehändler im hübschen Viertel Palermo. Man erinnert sich daran, dass Argentinien zwei alte Atomkraftwerke besitzt und ein drittes nach langer Pause fertig baut. Alles sicher, predigen Betreiber und Nuklearkommission. Außerdem gebe es an den Standorten der argentinischen Reaktoren keine Erdbeben und Tsunamis. Berichterstatter jagen derweil nach Argentiniern in Japan, es sind erstaunlich viele. "Wir dürfen nicht auf die Straße, und es gibt keinen Tropfen Benzin", meldet in dem Blatt Clarín ein Adrián Della Rosa, nur 115 Kilometer entfernt von den strahlenden Anlagen und 18.400 Kilometer weit weg von einem sonnigen Nachmittag im Spätsommer von Buenos Aires.
Peter Burghardt, Buenos Aires
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/mcs)
Der Moment, der alles änderte
Pink statt Panik
Im Ausnahmezustand
Das Leid der Japaner
In der Sache diskutieren ist das eine, die Berichterstattung, die davon lebt Klicks zu generieren, ist das leider nicht (Ich kritisiere da beide Seiten - Gegner und Befürworter).
Die SZ zum Beispiel bewegt sich da auch dem "Hiltrud Schwetje-Niveau" aus der Lanz Diskussion vom 15.3. - während Herr Steffens aus dieser Diskussionsrunde auch als Atomkraftgegner eine sachliche Darstellung pflegte.
Hetze, Paranoia und Klassenkampf helfen einfach nicht...
Ich z.B. befürworte ein entsprechendes Verhalten im ökologischen Sinne:
- Solarzellen auf dem eigenen Dach + entsprechende Versorgerwahl
- Nutzung entsprechender, verbrauchsarmer Geräte
- kurze Transportwege bei Konsumgütern
- kochen mit regionalen Produkten
- nicht immer eine Bürgerbewegung gründen, wenn jemand Windräder aufstellen will
Aber auch zum Thema ÖL: nicht immer nach Malle fliegen weil´s so billig ist - moralisierende Mahnwachen, Geigerzähler und Jodtabletten dagegen sind doch eine Beleidigung unseres Anspruchs als aufgeklärte Bürger!
Und eine immer gleiche Zahl von Denkunfähigen tut genau das, was sie den anderen vorwirft: Reflexartig schreien und schimpfen.
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In den USA will man sich für den Fall der Fälle schützen, in Deutschland will man wissen, wann man endlich motzen darf.
"Andernorts sind die Reaktionen schon fast hysterisch:"
Soziologisch ist diese Massenphänomen hochinteressant. Die Gruppe der Meinungsführer schaukelt mir ihrer eigenen Hysterie die Sache soweit auf, dass man schon von Massenpanik sprechen kann, die jede Vernunft außer Kraft setzt.
Gleich springen sie, die Lemminge. Gleich springen sie.
Die springen und die Klötze stehen immer noch. Null Gefährdung für unsere Breiten.
Paging