Aus Angst vor unangenehmen Diskussionen haben alte und neue Bundesregierungen den Afghanistan-Einsatz zu lange verniedlicht. Eine politische Verfehlung, die nun auf Kanzlerin Merkel zurückfällt.
Jetzt, da sich die volle Dimension des Kundus-Luftschlags erschließt und sich die Verwirrung über den eigentlichen Hergang des Bombardements legt, sind drei Dinge aufzuklären. Erstens: Durfte der deutsche Oberst überhaupt die Tötung der Taliban befehlen, gibt es also eine Rechtsgrundlage für den Einsatz? Zweitens: Warum hat die Bundesregierung das eigentliche Ziel des Angriffs monatelang und vor allem in den Wochen vor der Bundestagswahl verschwiegen? Wer wusste also wann und wie viel von der eigentlichen, politischen Dimension des Luftschlags? Drittens: Welche Fehler hat der Erbnehmer des Problems, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, bei der Aufklärung gemacht?
Minister Guttenberg, Kanzlerin Merkel: Gravierende politische Unterlassung (© Foto: ap, Archivbild vom 3.12.)
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Guttenberg ist eigentlich eine Randfigur, wenn man die wahre Dimension des Abgrundes vermisst, der sich nun auftut. Guttenberg hielt den Luftschlag zunächst für angemessen und sprach lediglich von Verfahrensfehlern. Später korrigierte er sich und nannte die Sache unangemessen. Dieser Meinungswandel sei durch den Bericht von Oberst Klein ausgelöst worden, in dem es heißt, er (Klein) habe die Taliban "vernichten" wollen.
Mehr als ein Verfahrensfehler
Guttenberg ist darüber zurecht empört, hätte seine Empörung aber schon zuvor empfinden können. Denn auch der Isaf-Bericht, auf dem sein erstes Urteil ("angemessen") beruht, nennt die Taliban als das eigentliche Ziel des Angriffs. Auch geht es aus dem Bericht klar hervor, dass Oberst Klein nicht nur Verfahrensfehler begangen hat. Er hat gegen Einsatzregeln verstoßen, das ist keine bürokratische Lappalie. Und deswegen verdient er es auch nicht, vom Minister geschützt zu werden. Sein Fall gehört disziplinarrechtlich untersucht.
Guttenberg hält das Bombardement feindlicher Kämpfer für angemessen. Das ist eine politische Wertung, die in die Zeit der alten, großkoalitionären Bundesregierung zurückreicht. Wenn diese Regierung den offensiveren Umgang mit den Taliban gebilligt hat, wofür alles spricht, dann wird das in den Mandaten und den Einsatzregeln niedergelegt sein. Dann war auch der Bundestag, Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier zu dieser Zeit informiert. Dann lässt sich auch die Rechtsbasis des Angriffs schnell klären.
Das UN-Mandat und das Isaf-Mandt erlauben die Anwendung von Gewalt. Entscheidend ist, welche genauen Einschränkungen die deutschen Einsatzregeln vorgeben, und welches Maß an Verhältnismäßigkeit von den Soldaten abverlangt wird. Daran muss die rechtliche Basis des Luftschlags beurteilt werden.
Verschleierungstaktik mit Tanklastzügen
Wichtiger ist aber die politische Verantwortlichkeit. Wenn es nämlich die offensiveren Einsatzregeln gibt, dann hat keiner der politisch Verantwortlichen es für nötig befunden, die neue Dimension öffentlich zu vermitteln. Das ist eine gravierende politische Unterlassung, ein Betrug an der Öffentlichkeit, der sich nun rächt.
Hier kommt man an den eigentlichen Kern des Skandals. Es kann weder der Kanzlerin, noch den damaligen Ministern Jung und Steinmeier verborgen geblieben sein, dass die Taliban das eigentliche Ziel des Angriffs waren. Nach dem Luftschlag aber redete das versammelte politische Deutschland von den Tanklastzügen als dem eigentlichen Ziel des Angriffs. Niemand deckte die eigentliche Dimension auf: Aus Furcht vor dem Wähler, aus Angst vor der Wahrheit, aus Sorge vor dem politischen Rückschlag betrog man sich selbst.
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Bei einer Gesamtbetrachtung von Afghanistankrieg und Tank- oder Taliban-Bombardment: Das ist kein Fall Gutenberg. Gutenberg (G.) sollte nicht überschätzt werden. Weder im Erfolg noch bei Pleiten. Mit Adels-Zack-Zack ist er rin in die Kartoffeln und wieder raus aus denselbigen. Zwar erbt man mit allen Verbindlichkeiten oder schlägt die Erbmasse aus. Seine selbsteingeschätzte Fehleinschätzung hat er korrigiert. Ob das corrigendum vom Bundestagmandat gedeckt ist? Wird G. wirklich so unklug gewesen sein, für eine kurze Verschnaufpause mit Rausschmiß am Ende seine Fahne in den Wind zu halten??? Verdacht:Vielleicht hat ihm ja die Bundeskanzlerin ein Kuckucksei ins Verteidigungsministerium gelegt. Das ist G. aufgegangen und deshalb legt er ungewöhnliches Interesse an der Aufarbeitung durch den Sonderausschuss an den Tag. Normalerweise ist die Arbeitsteilung anders, die Regierungsfraktionen mauern, die Opposition zwickt und ketzert. So gesehen geht G. unkonventionelle Wege. Natürlich lann man G. weg-sonderausschussen. Nur hier liegt eine causa Merkel vor. Aus ihren bitteren Erfahrungen vom Bundstagswahlkampf nachhaltig geschockt, wollte sie nicht nochmal so "blöd" sein, und den Bürgern reinen Wein einschenken. Deshalb darf man unterstellen, dass jede für den eigenen Wahlsieg neuralgische Nachricht über ihren Tisch lief. Manchmakl fragt man sich, ob es an der persönlichen Sozialisation der Kanzlerin liegt, dass Kardinalthemen der Republik unter den Tisch gekehrt werden statt einer transparenten Diskussion zugeführt. Aber die eigentliche Katastrophe für unsere Demokratie liegt im Versagen des Bundestages. Er beschließt diesen Einsatz. Dann hat er uns auch -es geht immerhin um Töten durch Bundesbürger im fremden Land- Rechtfertigungsgrund, Zweck und inhaltliche Reichweite en detail zu kommunizieren. Da auf einen Fehltritt eines Senkrechtstarters hämisch zu warten ist angesichts des Krieges zynisch! Als Bürger kann man nur hoffen, das der Sonderausschuss die Bürger vertritt und jahrelanges Demokratiedefizit mildert und mindert. Oppositionele Egoismen sollten zurückgestellt werden. Das wäre Opposition im besten demokratischen Geiste!
Was früher an der Tagesordnung war - nämlich Unangenehmes verheimlichen und verschweigen, geht heute nicht mehr!!! Heute wird alles hinterfragt und es wird gebohrt, bis die Wahrheit das Tageslicht sieht. Die Afghanistan-Story ist eine Geschmackslosigkeit sonder Gleichen. Durch einen geschickt eingefädelten Etikettenschwindel wurde das Parlament getäuscht, indem man die Einsatzgründe der Bundeswehr in diesem asiatischen Land, nur ziviler Art, wie Brunnenbohren, Ausbildung der Polizei etc., deklarierte. Vom Kriegspielen war nie die Rede und hätte so auch nie Zustimmung gefunden. Nach diesem kriegerischen Vorfall bei Kunduz, der viele Menschen getötet hat, dringt nun sehr langsam der eigentliche Einsatzplan der Bundeswehr an die Öffentlichkeit. Die unglaubliche Wahrheit ist, dass vom Bundeskanzleramt - also von Angela Merkel - der Befehl erging, möglichst viele "böse Taliban" zu vernichten, d.h. zu töten. Das ist Vorsatz zum Mord. Und dieser Mord belastet nun die Republik in über 140 facher Weise.
Die "Bauern" wurden bereits zahlreich geopfert, wann fällt die Königin???
Am Ende wird klar sein: "Gerhard Schröder ist schuld!"
Zuerst sollte jeder sich fragen: Was wollen wir wirklich? Die Taliban und andere Terroristen streicheln und in unserem Lande hätscheln bis sie ihre Infrastruktur aufgebaut haben und uns ein richtig dickes Ei unter eine frankfurter Bank oder mitten ins Oktoberfest gelegt haben? Ich glaube kaum.
Nur leider, nicht nur was die Informationspolitik zum Fall Kundus anbetrifft, die allgemeine Richtlinie im Staate Deutschland scheint zu heißen:
Legal betrügen heißt die Kunst im Staat!
Es stinkt doch bei uns an allen Ecken, vom Bankensystemstützen mit Boninothilfe bis zum Bankenkauf in Östreich, von Spendenaffairen bis zum aktuellen "Lobbypflegen".
Wir können nur glücklich sein, dass es Zeitungen gibt die wenigstens einen kleinen Teil publik machen.
Und wer nicht blind ist, kann sehen, dass so Vieles in unserem Lande durch schlechte Politik und Unintelligenten Egoismus den Bach runter geht. Aber viele glauben noch, wir alle schwimmen im Wohlstand und Geld im "reichen" Deutschland. Ich kann alle, die das glauben, beruhigen: Das gibt sich!
Der Wurm steckt doch schon im Kleinen. Wenn eine große bekannte seriöse Firma eine Ware im normalen Ladenverkauf für das dreieinhalbfache eines anderen normalen Ladens an Private verkauf, dann ist das natürlich kein Betrug!
Unser Lebensinhalt ist doch nur noch. Geld machen und Wirtschaftwachstum erziehlen.
Haben sie sich die Kurve mal aufgemalt, die eine jährliche Wachstumssteigerung von 3 Prozent bedeutet. (immer von Jahr zu Jahr berechnet, wie Zinsen!) Und bei Wohnhäusern liegen wir bei 8 Prozent pro Jahr. Irgendwann muß das einen Crash bringen. Wer heute von Wachstum als zwingende Notwendigkeit redet ist blind oder taub, oder schlimmeres. Es gibt vielleicht noch partielles aber kein generelles Wachstum. Aber es gibt Monetäre Inflation!!... Warte nur balde...
Es war immer klar, dass der Einsatz in Afganistan Krieg bedeutet und dass alle Maßnahmen nach dem geltenden Völkerrecht behandelt werden müssen.
Das wußte auch schon Steinmaier und die gesamte SPD Riege, jetzt überrascht zu tun ist Schwachsinn von allen. Es gibt nur die Lösug Krieg oder Rückzug. Die Taliban werden mit Sicherheit keinen Deutschen Soldaten schonen und jeden umbringen, wenn es möglich ist. Da dürfen die Soldaten aber kein Kanonenfutter sein, aber wenn, dann schneller Rückzug
Paging