Eine Analyse des Energiekonzerns Tepco kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Die Kernschmelze im AKW Fukushima-1 begann direkt nach dem Erdbeben. Damit ist eine wichtige Schutzbehauptung der Atomlobby endgültig widerlegt.
Die Brennstäbe im Reaktor 1 des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima sind bereits am ersten Abend nach dem Erdbeben vom 11. März geschmolzen. Zu dieser überraschenden Erkenntnis kommt die Betreiberfirma Tepco in einer neuen Analyse.
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Arbeiter überprüfen den Wasserstand im Reaktorblock 1 von Fukushima 1. Eine Kernschmelze im Reaktordruckbehälter hat offenbar ein Leck verursacht, durch das bis zu 11.000 Tonnen Kühlwasser verschwunden sind, die Tepco in den Reaktor und die Druckkammer gepumpt hat. (© dpa)
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Bisher war angenommen worden, dass erst der dem Beben folgende Tsunami die Kühlung des Reaktors und seine Notsysteme knackte. Das Erdbeben hatte den Reaktor Leck geschlagen, deshalb begann sein Kühlwasserspiegel noch am selben Nachmittag zu sinken. Schon nach fünf Stunden begann die Kernschmelze.
Tepco und die japanische Atom-Aufsicht hatten stets betont, Fukushima 1 habe das Erdbeben schadlos überstanden. Zur Havarie sei es bloß gekommen, weil der Tsunami die Not-Kühlsysteme ausgeschaltet habe. Und mit einem solchen Tsunami habe niemand rechnen können. Diese Schutzbehauptung ist indes längst widerlegt: Tepco, das Parlament und die Aufsichtsbehörden waren von Wissenschaftlern vor einer Nuklearkatastrophe wegen eines Mega-Bebens oder eines Killer-Tsunamis gewarnt worden.
Japans Atomlobby hatte dem Publikum aber stets versichert, ihre AKWs seien sicher. Absolute Sicherheit könne es aber nicht geben, sagte indes vor vier Jahren Haruki Madarame, damals Professor der renommierten Universität Tokyo: "Irgendwo muss man einen Strich ziehen. Es wäre unmöglich, ein AKW zu entwerfen, wenn die Ingenieure jede einzelne Möglichkeit berücksichtigen müssten." Madarame ist als Chef der Kommission für Nuklearsicherheit inzwischen der oberste Wächter über Japans AKWs.
Die Erkenntnis, dass die Kernschmelze in Reaktor 1 vom Erdbeben ausgelöst wurde, widerlegt die Verteidigung der Atomlobby, das AKW habe dem Beben standgehalten. Es war zwar eines der stärksten, die je registriert wurden. Aber frühere Beben entlang der Bruchlinie vor der Sanriku-Küste waren nur unwesentlich schwächer.
Die frühe Kernschmelze erklärt auch, warum Reaktor 1 nicht heißer geworden ist, obwohl er nur wenig Wasser enthält. Das nukleare Brennmaterial liegt vermutlich zu Klumpen geschmolzen auf dem Reaktorboden; also im Rest Wasser, das noch im Reaktor verblieben ist.
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Cesium-137 that has longer effects, ranging from 3 million to 14.7 million becquerels per square meter, was detected in Namie, Futaba, Minamisoma, Iitate and Katsurao, northwest of the Fukushima No. 1 Nuclear Power Plant, in Fukushima Prefecture. The levels far exceeded 550,000 bacquerels per square meter, the level the then-Soviet Union had used as a criterion for urging people to evacuate at the time of the 1986 Chernobyl nuclear disaster.
http://mdn.mainichi.jp/mdnnews/news/20110511p2a00m0na018000c.html
Tokyo Electric Power Company on Monday revealed the plant's operation records for the period following the disaster on March 11th.
An emergency condenser system at the Number 1 reactor functioned for less than 10 minutes after the earthquake. The failure lasted for 3 hours.
--------------
Oha - 10 Minuten Backup. Das ist ja sicher....
http://www3.nhk.or.jp/daily/english/17_04.html
Wie war das gleich nochmal:
Von den 500 000 (!) Leuten, die in Tschernobyl im Einsatz waren, sind 20 000 mittlerweile an Krebs o.ä. gestorben und 200 000 Vollinvaliden. Und wie erwähnt: Schaut euch mal die auffällig hohe Anzahl missgebildeter Kinder im Raum Tschernobyl an.
Die Energiekonzerne interessiert das natürlich weniger, sie mussten ja zum Großteil nicht für den gesundheitlichen Schaden haften, das übernimmt ja dann die Allgemeinheit ;-)
Hauptsache der Geldzähler rennt
1. Trotz aller Wortmeldungen der AKW-Befürworter steht fest: Abgesehen von der ungelösten Atommüllfrage ist die Wahrscheinlichkeit eines (Super)-GAU's (auch in Deutschland) nicht null! Rund alle 10000 Jahre einer pro AKW, bezogen auf die 400 AKW's weltweit macht das einen (Super)-GAU alle 25 Jahre, was ja bisher ganz gut passt. Da würde dann auch mal Deutschland an der Reihe sein. ;-)
2. Wenn in Deutschland 100km vom eigenen Heim/Wohnort ein Super-GAU stattfindet, möchte ich denjenigen sehen, der weiterhin AKW-Befürworter sein wird (!), zumal wenn derjenige Kinder haben sollte. So groß ist Deutschland dann doch nicht, dass man große Ausweichmöglichkeiten hätte. Schaut euch mal die immens große Anzahl genetisch missgebildeter Kinder im 300 km Umkreis von Tschernobyl an, da wisst ihr was ich meine.
3. Die Möglichkeit des gemäßigten aber stetigen Umstiegs auf alternative, sauberere Energieformen ist möglich, ohne Atomstrom aus dem Ausland zu zu kaufen. Stichwort: dezentrale Energieversorgung, die ist im Wirkungsgrad wesentlich besser als die zentrale. Das wollen die Energieriesen ja nicht hören, da ihre Gelddruckmaschinen ja so nicht mehr laufen würden. Die wollen ja wenn überhaupt den Umstieg mit riesigen OffShore-Parks o.ä. organisieren, damit wieder nur sie das Geld abkassieren, völlig irrational. Hätten Sie bereits in den letzten Jahren 50% ihres jährlichen Gewinns von insgesamt 28 Milliarden Euro in die regenerative Schiene gesteckt, dann wären wir jetzt schon viel weiter.
4. Bzgl. des wirtschaftlichen Schadens: Der volkswirtschaftliche Schaden in einem Land ist ja wohl bei einem Atomunfall beträchtlich höher (sh. Japan, die können ja froh sein, wenn sie nicht zum Dritte-Welt-Land werden) als die Kosten für die Umstellung auf regenerative Energiequellen.
In einem AKW-freien Land können keine volkwirtschaftlichen Schäden durch Atomunfälle entstehen, richtig? Sollte in Tschechien oder Frankreich ein AKW hochgehen, dann sind diese Länder für dort stattfindende Unfälle verantwortlich. Wir hätten dann eine reine Weste, trotz der Gefährdung durch die örtliche Nähe.
Zum wirtschaftlichen Aspekt noch eine Sache: Durch die Entwicklung im regenerativen Energiesektor würde bei einer straffen Umstellung sicher mehr Wertschöpfung in Deutschland entstehen, als sich so mancher verkrusteter AKW-Befürworter je vorstellen könnte, nur dass hier mehr als 4 monopolistische Energiekonzerne dran verdienen würden ;-)
"Sehen sie sich die Übersicht an , sogar Polen (bisher als rückständiger Agrarstaat bekannt ) Plant 6 Kernenergieanlagen ."
ich weiß ja nicht, wo Sie in den letzten 20-40 Jahren waren, aber Polen ist schon lange kein rückständiger Agrarstaat mehr...
(Und es waren auch nicht die Bauern sondern die Industriearbeiter, die den Kommunismus in Polen zu Fall gebracht haben...)
Aber sicher, in Ihrem antiquierten Weltbild werden in Polen die Autos immer noch von Pferden gezogen und die Landmaschinen von Ochsen...
Achja: Falls Sie s nicht mitgekriegt haben: Polen gehört zu EU. Und gehört nicht zu den Schuldnerstaaten, sondern ist mit den Deutschen auf der Retterseite...
"Anlagen die wir unter Kontrolle hatten wurden /werden Abgeschaltet , wir kaufen aus Tschechischen oder sogar aus Polnischen Anlagen zweifelhafter Herkunft /Technik/Wartung Energie um unsere Wirtschaft am Leben zu erhalten ."
Hatten wir die Anlagen unter Kontrolle oder hatten wir nur Glück?
Warum wurde das nigelnagelneue Stralsund abgestellt?
(Wohl aus dem gleichen Grund, warum die Luftwaffe ihre modernen MiG29 abgegeben hat, und die veralteten Phantom behielt).
Die deutschen Atomkraftwerke sind teilweise über 40 Jahre alt. Mit so einer hohen Laufzeit wurde nicht gerechnet, sie sind dafür auch nur bedingt ausgelegt.
Die Technik in den meisten deutschen Atommeilern ist veraltet.
Die neuen Anlagen in Polen und Tschechien (prä-EU Teemlin ausgenommen) dürften auf dem technischen neuesten Stand und EU-Technik ausgestattet sein.
Angst machen mir da eher die französischen, schwedischen und belgischen AKW...
"Aber bitte ,bleiben wir bein Thema .
In Japan wurde natürlich keiner geschickt oder Zwangsverpflichtet , als Reaktionen auf die ua Deutsche Berichterstattung gab es die Feuerwehrleute die sich freiwillig gemeldet haben und in dem wissen das sie ihre Gesundheit aufs spiel setzen diese Überflüssigen Kühlversuche mit Meerwasser veranstalteten ."
Die Soldaten in Tschernobyl waren natürlich auch alles Freiwillige...
Aber schön, dass es Leute gibt, die die Beschwichtigungs- und Propagandalügen aus Japan glauben.
Paging