"Wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird, steht in den Sternen": Die gewaltige Aschewolke des isländischen Eyjafjalla-Vulkans bringt den deutschen Flugverkehr nahezu zum Erliegen. 14 Flughäfen sind gesperrt - auch am Knotenpunkt in Frankfurt am Main geht nichts mehr.
Das gewaltige Wolkengebilde, das beim Ausbruch des isländischen Eyjafjalla-Vulkans entstanden ist, lähmt weiter den europäischen Luftverkehr: Nachdem bereits am Donnerstag nach und nach die Flugräume über zahlreichen nord- und mitteleuropäischen Ländern gesperrt werden mussten, hat die Aschewolke nun Deutschland erreicht. Am frühen Freitagmorgen wurden weite Teile des deutschen Luftraums gesperrt.
Die Aschewolke aus dem isländischen Eyjafjalla-Vulkan macht Europas Flugbehörden riesige Probleme - mittlerweile ist auch der deutsche Luftraum fast komplett gesperrt. (© Foto: dpa)
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"Das ist in der Konsequenz ein schlimmerer Eingriff, als wir das nach dem 11. September 2001 hatten", sagte der Berliner Flughafenchef Rainer Schwarz über die Folgen des Vulkanausbruchs für den Flugverkehr.
Quelle: Eumetsat
Seit dem frühen Freitagmorgen dürfen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main keine Flugzeuge mehr starten oder landen. "Wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird, steht in den Sternen", sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport. Das könne mehrere Tage dauern.
14 gesperrte Flughäfen
Insgesamt seien die Lufträume über 14 deutschen Flughäfen gesperrt, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS). Betroffen sind neben den Flughäfen in Frankfurt am Main und Hahn die beiden Berliner Airports, sowie die Flughäfen in Hamburg, Bremen, Hannover, Münster-Osnabück, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Erfurt, Dresden und Nürnberg.
Die zwischenzeitlich ebenfalls gesperrten Flughäfen in Stuttgart und Saarbrücken würden mittlerweile wieder freigegeben. Bis voraussichtlich 18 Uhr könnten dort Starts und Landungen stattfinden, teilte die DFS mit. Auch der Flughafen in Memmingen und der Münchner Airport sind weiterhin in Betrieb.
Doch voraussichtlich gegen 20 Uhr wird die isländische Aschewolke auch München erreichen. Bis dahin soll der Flugbetrieb in der bayerischen Landeshauptstadt so weit wie möglich aufrechterhalten werden. Allerdings sind bereits etwa 360 Flüge annulliert worden, sagte ein Sprecher des Airports. Der Flugverkehr Richtung Norden sei zum Erliegen gekommen.
Angaben zu einem voraussichtlichen Ende der Sperrungen gibt es bislang nicht. Die Deutsche Flugsicherung dämpfte die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität: "Um eine Wiederöffnung im Norden wird im Moment nicht diskutiert", sagte eine Sprecherin.
Auch Merkels Rückflug aus den USA betroffen
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt die Auswirkungen des Vulkanausbruchs auf Island zu spüren. Sie befand sich am Freitag auf dem Rückflug von einer viertägigen USA-Reise. Die Landung war ursprünglich für 15.30 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Tegel geplant. "Wenn die Flugsicherung es für erforderlich hält, wird die Flugroute angepasst", sagte ein Regierungssprecher.
Der Sprecher der Flugsicherung riet Gästen, die Flüge nach Norddeutschland, in die Beneluxstaaten, nach Großbritannien oder Skandinavien gebucht haben, bei ihrer Fluggesellschaft nachzufragen, ob die Flüge ausgeführt werden können.
Auf Radarbildern kann man sehen, wie sich die gefährliche Aschewolke unregelmäßig nach Süden und Osten ausbreitet. Sie wird den Luftverkehr vermutlich noch tagelang stören.
Lavaasche ist gefährlich für Düsentriebwerke und die Außenhaut der Flieger. Außerdem kann der Vulkanstaub die Frontscheiben der Flugzeuge zerkratzen und so die Sicht der Piloten behindern.
Fluggesellschaften mussten schon am Donnerstag rund ein Viertel der täglich etwa 28.000 Verbindungen absagen, wie Eurocontrol mitteilte. "Es ist das erste Mal in der europäischen Luftfahrtgeschichte, dass wir mit einem solchen Phänomen umgehen müssen", sagte einer der Leiter der Behörde. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas nannte die Aschewolke "eine große Bedrohung für die Sicherheit der Luftfahrt".
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(dpa/apn/AFP/Reuters/cgn/jobr)
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Sie verwechseln die verschiedenen Berufsgruppen. Was in der deutschen Presse stand und steht bzw. zu hören ist, ist erschreckend. Unbefleckt von Wissen schwadronieren da selbsternannte journalistische Experten über Vulkane.
Wer den Ausbruch des Eyjafjalla-Vulkans seit dem 20 März verfolgt hat, dem stehen teilweise die Haare zu Berge.
Die Vulkanologen wussten übrigens nicht genau wie sich der Vulkan verhalten würde, als sein Intensität am 12. und 13. April abnahm. Deshalb gab es auf dem Eruptions-Blog am 12. einen interessanten Beitrag:
Beginning of the end or end of the beginning in Iceland?
http://scienceblogs.com/eruptions/
Das ist Wissenschaft, das sind Vulkanologen, Geologen und gute Journalisten!
... der Vulkanausbruch ist die Antwort Gottes auf die herrschende Dekadenz innerhalb der Institution "Kirche"! :-D
leiden Sie vielleicht unter Sonnenmangel oder woher kommt die schlechte Laune anstatt diesem "Ereignis" etwas abzugewinnen und zu geniessen ?
Die ganzen Geologen und Volkanologen die noch vor kurzem ein Erlöschen eben dieses Vulkanes prophezeit haben werden ihr Studium wohl nicht gerade mit Magma cum Laude abgeschlossen haben.
Immer diese Pseudowissenschaften; heute im Radio sprach doch einer über diverse Vulkane und meinte "der letzte Ausbruch den wir gesehen haben liegt etwa 10.000 Jahre zurück"
@ El Tigro:
Na wunderbar, dann ist Feinstaub und CO2 auch ne Lüge, die sehe ich nämlich auch nirgendwo. Fragt sich nur woher der Sauerstoffmangelin manchen Gehirnen kommt.
Paging