Club Das Kong schließt Ende Februar

Das Kong am Tag seiner Eröffnung - Ende April 2011.

(Foto: Stephan Rumpf)

Es ist der Hipster-Laden schlechthin - und er läuft gut. Doch schon bald wird das Kong zumachen.

Von Thierry Backes

In der Münchner Club-Szene bewegt sich mal wieder was: Das Kong schließt Ende Februar. "Ihr müsst jetzt tapfer sein", teilten die Macher des Elektro-Clubs ihren gut 17.000 Facebook-Fans rechtzeitig vor dem Wochenende mit. "Wir sind es auch." Nach knapp fünf Jahren habe man sich entschieden, das Kapitel Kong zu beenden.

Was erst einmal erstaunt: Der Club läuft ganz gut, wie man hört. Er hat sich etwa mit der Reihe "Club Autonomica" einen Namen gemacht, nicht nur bei den DJs in München, Berlin oder Köln, sondern auch im Ausland.

Die Macher, darunter die stadtbekannte Veganerin Sandra Forster ("Charlie"), Jisho Lang, mit dem sie einst schon das "Café King" betrieb, und Robert Lorenz ("Crux", "Spezlwirtschaft"), ziehen mit dem Kong vor allem junge Hipster an, ausgesprochen modewusste Münchner, die sich in den anderen Clubs an der Sonnenstraße nicht blicken lassen wollen. Schon die Türsteher sehen hier mitunter wie Models in ihren Klamotten aus, und so verhält es sich auch mit dem Publikum.

Die Betreiber wollen offenbar weitermachen

Auf Facebook schreiben die Betreiber selbst: "Gerade, weil alles so wunderbar läuft im Moment, haben wir diesen Zeitpunkt dafür gewählt. Wir wollen für immer sehr stolz und glücklich auf eine großartige Zeit mit unfassbaren Erlebnissen zurückblicken und uns an den nebelverhangenen Erinnerungen ergötzen."

Was aus der Location an der Prielmayerstraße wird, ist am Donnerstag noch nicht zu erfahren. Die ehemalige Confiserie Beer im Karstadt-Komplex war schon vor der Kong-Zeit eine Bar. Gut möglich, dass es hier also mit einem neuen Club oder einer neuen Bar weitergeht.

Die Kong-Macher deuten auf Facebook indes an, dass auch sie wohl weitermachen, vielleicht nicht unter dem Namen Kong und nicht an der Prielmayerstraße, wohl aber gemeinsam: "Da wir nichts Besseres gelernt haben, sehen wir das eher als eine kleine Auszeit um uns im Anschluss in neue, irrsinnige Projekte zu stürzen."

Kong it is...Kong it was?Ihr müsst jetzt tapfer sein. Wir sind es auch.Das Kong macht zu, aber es ist noch nicht...

Posted by KONG on Thursday, January 14, 2016