Impressionen aus MünchenSommerfest in der Bayernkaserne

Kinder toben auf Hüpfburgen, es gibt Zuckerwatte und Popcorn - aber kein arm, kein reich, kein Schwarz und kein Weiß. 6000 Münchner und Flüchtlinge haben ein gemeinsames Fest in der Bayernkaserne gefeiert.

29. August, Bayernkaserne

Das Fantastische war, schwärmt Tobias Irl, dass es an diesem Tag, an diesem Ort keine Münchner gab. Und auch keine Flüchtlinge. Kein arm, kein reich, kein Schwarz und kein Weiß. "Wir sind alle gleich, wir gehören alle zusammen", sagt er. "Das war gigantisch." Etwa 6000 Menschen sind am Samstag zum "Sommerfest in der Bayernkaserne" gekommen, das Tobias Irl organisiert hat.

Und es ist eine Ironie dieser Tage, dass ausgerechnet Pegida einen positiven Beitrag dazu geleistet haben könnte - wenn auch völlig unfreiwillig. Die Rechtspopulisten hatten geplant, nahe des Ankunftszentrums für Flüchtlinge gegen "Asylmissbrauch" zu demonstrieren. Doch selbst in ihren eigenen Kreisen stieß der Plan auf wenig Gegenliebe. Die Initiatoren hatten die Zahl der Teilnehmer bereits am vergangen Donnerstag von 20 bis 30 auf zehn bis 15 reduziert. Als es dann soweit war, lag die Zahl der Pegida-Sympathisanten am Samstag allerdings noch niedriger, nämlich exakt bei null.

Bild: Alessandra Schellnegger 30. August 2015, 15:332015-08-30 15:33:45 © SZ.de/infu/mmo/tba