Café Mozart Frühstück aus 1000 und einer Nacht

Im Café Mozart in der Pettenkoferstraße gibt es Frühstücksgerichte aus aller Welt.

(Foto: Stephan Rumpf)

Gibt es im Café Mozart am Sendlinger Tor. Die Gäste erwartet ein gekonnter Stilmix aus Wiener Kaffeehaus und Orient.

Von Theresa Parstorfer

Im Café Mozart wurde völlig unbedarft kombiniert, was auf den ersten Blick eigentlich überhaupt nicht zusammenpasst: Wiener Kaffeehausflair mit persischer Esoterik. Auf den zweiten Blick wirkt der Stilmix überraschend frisch, unaufgeregt authentisch - und vor allem sehr gemütlich.

Hinter der schweren Glastür im Siebzigerjahre-Look sieht der Gast als erstes: Ein Oma-Café, übriggeblieben aus der Blütezeit österreichischer Apfelstrudelkultur, wieder salonfähig gemacht von Münchner Hipstern.

Wer genauer hinschaut, dem fallen die schwarz lackierten Holzfließen auf der opulenten Tapete auf. In schnörkeliger Goldschrift steht da geschrieben: "Fühlen", "Schmecken", "Riechen". Und die Polster auf den gemütlichen Fensterbänken erinnern eher an orientalische Teppiche als an Kaiserreich-Romantik. Der ungewöhnliche Stilmix begründet sich in der Heimat der Inhaber, sie kommen ursprünglich aus Iran.

So sieht es im Café Mozart aus

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Was gibt's da und was kostet es?

Die Frühstückskarte im Café Mozart lässt keine Wünsche offen. Recht klassisch und preiswert ist beispielsweise das französische Frühstück mit Croissants, Marmelade, Butter und Ei für 5,90 Euro. Der Käseteller kommt opulent mit knackigen Weintrauben verziert an den Tisch und kostet 6,90 Euro.

Wer genug hat vom immergleichen Frühstückseinerlei, bestellt das "Frühstück aus 1001 Nacht". Denn "Kuku" (11,90 Euro), ein persisches Kräuteromelette, das mit warmem Ziegenkäse und Berberitzen, Fladenbrot und einem Glas Kardamomtee serviert wird, schmeckt überraschend anders, aber nicht weniger gut.

Wer geht da hin?

Schief angeschaut wird im Café Mozart niemand. Die Freundesrunde aus Schulzeiten ist hier genauso richtig wie die Eltern mit ihren erwachsenen Kindern. Oder der junge Mann, der ganz allein und in aller Ruhe ein spätes Frühstück isst und dabei die Passanten auf der noch nebligen Pettenkoferstraße beobachtet.

Wie viel Zeit bringt man mit?

Es ist kein Problem, länger sitzen zu bleiben. Die Kellnerinnen haben zwar viel zu tun, der Service klappt trotzdem schnell und freundlich. Der große Hauptraum des Cafés, unterteilt durch orientalisch verzierte Säulen, wirkt gut organisiert und bietet gleichzeitig viel Platz für Gäste, die bis 16 Uhr frühstücken möchten, als auch für die, die dann schon zum Nachmittagskaffee in beiden seperaten Räumen mit den plüschigen Sofas verabredet sind.

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