Die britische Königsfamilie kultiviert ihre legendäre Gefühlskälte seit Generationen, wie der Film "The King's Speech" zeigt.
Zu den Nachteilen einer Ehe gehört es, dass man zum jeweiligen Partner meist noch einen Schwung fremder Menschen als Zugabe bekommt - die Schwiegerleute mit all ihren Macken und Marotten. Das gilt für niemanden mehr als für Catherine Middleton, die Ende April in den Windsor-Clan einheiraten wird, dessen bekannte familiäre Probleme mit ungewöhnlich nur unzureichend beschrieben sind.
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Die Windsors: "Es war nie vorgesehen, dass wir menschenähnlich sind." (© AP-SZ)
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Nicht, dass die Braut noch einen Rückzieher machen würde oder dürfte. Aber schaden könnte es wohl nichts, wenn sich die künftige Ehefrau des künftigen englischen Thronfolgers den soeben in britischen Kinos angelaufenen Film "The King's Speech" ansehen würde; mit dem Schauspieler Colin Firth in der Rolle von König Georg VI., Prinz Williams Urgroßvater. Das würde ihr einen Einblick gewähren, worauf sie sich einzulassen entschlossen hat.
Denn der Film ist das vorläufig jüngste Indiz dafür, dass es sich bei den Windsors um eine Familie handelt, in der häufig seelische Grausamkeit als Mittel der Kindererziehung verwendet und Gefühlskälte zur Tugend verklärt wird. Die Liste zieht sich von Edward, Königin Victorias Ältestem, bis hin zu den Prinzen William und Harry. Bei Georg VI., dem Vater von Königin Elizabeth und zentraler Figur des Filmes, schlugen sich die seelischen Misshandlungen, die er als Junge durchlebte, in quälendem Stottern nieder. Es grenzt fast an ein Wunder, so zeigt ein Blick in die Familiengeschichte, dass sich psychische Störungen nicht bei mehr Angehörigen des Clans ähnlich sichtbar niedergeschlagen haben.
Der Film beschreibt die bis vor einigen Monaten nur wenigen Eingeweihten bekannte Begegnung und spätere lebenslange Freundschaft zwischen dem König und dem unorthodoxen australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue. Mühsam entlockt Logue seinem Patienten, wie er von seinem Vater, von seinem älteren Bruder und sogar von seiner Gouvernante gemaßregelt, gedemütigt und geduckt worden war und wie dies das lähmende Stottern auslöste. Überraschen konnte das eigentlich niemanden. Georgs Vater, dem von 1910 bis 1936 regierenden GeorgV., wird die dunkle Drohung zugeschrieben: "Mein Vater (Edward VII.) hatte Angst vor seiner Mutter (Königin Victoria), ich hatte Angst vor meinem Vater, und ich werde verdammt noch mal dafür sorgen, dass meine Kinder Angst vor mir haben."
Alte Geschichten, Historie gar? Nicht, wenn man weiß, dass sich das Terrorregiment des alten Herren auch auf seine Enkeltöchter erstreckte: Die heutige Königin und ihre Schwester Margaret waren abends gezwungen, sich rückwärts schreitend und ständig knicksend von ihrem Großvater mit den Worten zu verabschieden: "Wir wünschen Eurer Majestät eine friedliche Nachtruhe." Immerhin bekamen sie den Opa mitunter zu sehen.
Seinen jüngsten Sohn John sperrte Georg V. kurzerhand auf einem Cottage auf dem Gut Sandringham weg, weil der unter Epilepsie litt. Nicht einmal seinen Geschwistern war Kontakt zu ihm gestattet. Als Spielkameradin besorgte man ihm, bis zu seinem Tod mit 13 Jahren, eine gleichaltrige Bauernmagd aus Yorkshire. Ihre Qualifikation: Sie war an Asthma erkrankt.
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Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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Abholzungen im Amazonas-Gebiet
"Momentan ist es so, dass ein Katholik nicht König werden darf."
Da wollen wir mal lieber die Kirche im ... Palast lassen,
denn der König ist automatisch auch das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, also so eine Art Papst. Ist doch schon recht modern, dass dieser eine Frau ist, oder ? Aber dann gleich ein Ungläu... ähm ... Andersgläubiger ?
dww
und sich ein neues suchen, das ein wenig bodenständiger und volksnäher ist. Im Prinzip ist das ganz einfach. Man hebe die Diskriminierung der Katholiken auf - was sowieso gegen die Menschenrechtskonvention verstößt. Momentan ist es so, dass ein Katholik nicht König werden darf. Blair hatte bereits einen Anlauf unternommen, aber dann doch kalte Füße bekommen, da in diesem Falle die Stewarts bzw. deren Erbe König von England würde. In der jakobitischen Sukzession wäre Francis II der legitime Thronfolger, besser unter dem Namen Prinz Franz von Bayern bekannt. Wen es interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_jakobitischer_Thronprätendenten
"allerdings echt verwandt sind sie mit Ernst August von Hannover."
Ist auch kein Trost...
William und Harry sind mit Henry VIII aus dem Hause Tudor ähnlich verwandt wie wir beide, allerdings echt verwandt sind sie mit Ernst August von Hannover.
Ich bin echt froh, dass ich nicht weiß, wer da alles so in meiner Ahnenreihe vorgekommen ist. Wililiam und Harry und all den anderen muss es doch ganz anders werden, wenn sie wissen, dass es da z.B. mal einen Vorfahren namens Henry VIII gab... .
Paging