Beethoven und Mozart sind wieder gefragt: Bei Depressionen und Ängsten bewirken die Klassiker positive Effekte - im Gegensatz zu Techno.
Klassische Musik besitzt besonders starke Heilkraft bei vielen psychischen und körperlichen Krankheiten. Nach Angaben der Deutschen Medizinischen Wochenschrift habe sie "günstige Effekte bei Ängsten, Depressionen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems."
Hören sie sich gesund: Das Konzert eines Sinfonieorchesters tut der Seele gut. (© Foto: dpa)
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Klassische Musik steigere zudem Konzentration, Gedächtnis, Kreativität und Tatkraft und beeinflusse das Immunsystem positiv. Auch bei Schmerzen, Stress und Schlafstörungen sei sie hilfreich wenn auch nicht bei jedermann.
"Es gibt durchaus Menschen, die sich genervt fühlen, gestresst oder überfordert sind, wenn sie einem Orchester zuhören müssen", erklärt Hans Joachim Trappe, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Für sie komme beispielsweise Pop- und Rockmusik in Frage. Diesen Musikformen schreibt der Internist eine stimmungsaufhellende und anregende Wirkung zu, die ideal als Begleitung zu monotonen Tätigkeiten sei.
Auch lateinamerikanische Musik könne durch ihre beschwingten Rhythmen die Stimmung heben, sagt der Experte: "Sie ist zur Motivation geeignet, besonders um melancholische Augenblicke zu überbrücken und die Lebensfreude zu steigern."
Keine therapeutische Heilkraft sieht Trappe dagegen in Heavy Metal und Technomusik: "Sie mögen im Einzelfall helfen, Aggressionen abzubauen, Wut, Enttäuschung und Frustrationen besser zu verarbeiten, gleichzeitig werden aber Herzfrequenz und Blutdruck erhöht."
Auch über plötzliche Todesfälle durch Herzrhythmusstörungen bei Techno-Partys sei schon berichtet worden. Es sei bezeichnend, dass bei Heavy Metal und Technomusik selbst Pflanzen weniger gut gedeihen würden oder gar eingingen, wenn sie damit dauernd beschallt würden.
Schlager sind nach Ansicht Trappes ebenfalls nicht zur Musiktherapie geeignet. Auch Jazz werde nur selten therapeutisch eingesetzt, da es mehr den Intellekt anspreche und beim Hören eine besondere Konzentration erfordere.
Generell sei Instrumentalmusik eindeutig zu bevorzugen, da Gesang erneuten Stress erzeugen könne, erklärt der Kardiologe. Kritisch seien auch Musikwerke mit vielen abrupten Wechseln und Sprüngen in Rhythmus und Lautstärke. "Etwas Unvorhergesehenes, Überraschendes erzeugt im Gehirn automatisch Aufmerksamkeit und versetzt uns für einen kurzen Moment in Alarmbereitschaft", warnt der Professor.
Kurz gesagt: Mit der "Kleinen Nachtmusik" kann man nichts falsch machen.
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(sueddeutsche.de/AP/dog/vs)
Eurovision Song Contest
gut gegen Schlafstörungen ist hat wohl schon Richard Wagner geahnt und daher in Bayreuth für eine sehr unbequeme Bestuhlung gesorgt.
Es sei bezeichnend, dass bei Heavy Metal und Technomusik selbst Pflanzen weniger gut gedeihen würden oder gar eingingen, wenn sie damit dauernd beschallt würden.
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Quelle?
Ich rede übrigens mit meinen Pflanzen. "Wenn Du nicht blühst, dann fliegst Du". Ichh abe nur blühende Landschaften hier. :-)
Wie kann man solche Aussagen ernst nehmen? Der Artikel ist voller Widersprüche und Ungenauigkeiten, musiktherapeutisch betrachtet gefährlich verallgemeindernd.
Also wie jetzt: Klassische Musik oder doch lateinamerikanische?
Soll die Musik von einem Orchester gespielt werden, oder sollen es bestimmte Komponisten sein?
Das ist doch alles Unsinn. Als gäbe es keine musikpsychologische und musiktherapeutische Forschung.
Das dieser Beitrag unter dem Keyword "Musiktherapie" zu finden ist, schadet diesem Heilberuf.
Inwieweit etwas "therapeutisch" wirkt, liegt in erster Linie v.a. am Musikgeschmack. Außerdem teilen diejenigen, die diese "Studie" durchgeführt haben, Musik auf die typisch dilettantische Art und Weise in Genres ein. Das mag für eine Orientierungshilfe genügen, aber die Klänge selbst, Noten, das ganze Klangbild macht keinen Unterschied zwischen Genres. Die Frage ist, welches Schema hinter einem Stück Musik steckt. Dabei kommt es auf Faktoren wie z.B. Rhythmus oder Klangschmema an. Ob ich diese Melodien dann auf einem CS-80 abspiele oder einem Klassik-Esemble, ist für das "Skelett" der Musik erst einmal völlig unerheblich. Ebenso Metal. Ich kann ganze klassische Stücke mit einer Metalband "abspielen". Metal und Klassik vertragen sich im Übrigen sehr gut.
Dann gibt es in jedem Genre erhebliche Unterschiede. Darum ist diese klassische Einteilung eben schwach.si.n.nig. Es gibt unzählige Unterarten von Techno, ebenso wie in der Klassik. Auch bei Metal gibt es ruhige Stücke. Ich bezweifle, daß in diesem Zusammenhang der Studie z.B. die Sinfonie Nr. 9 von Dvorak die gleiche Wirkung hat, wie die meistens sehr entspannenden Stücke von VNV Nation (ist eher Industrial, aber reinrassige Technostücke kann ich leider nicht benennen, aber es gibt unzählige davon in den unzähligen Subgenres wie Ambient oder auch im GOA-Bereich etc.). Ebenso wie Stücke von Kylesa (Metal) eher hämmernd und aufreibend sind und sicher nichts im Vergleich zu den ruhigen Passagen in Mozarts Requiem.
Aber verstehe: Techno = Bumbum und aufreiben, Klassik = ruhig und intellektuell. Arme "intellektulle" Welt...
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