Elbphilharmonie wird frühestens 2015 fertig Ein Jahr planen, zwei Jahre bauen

Seit November 2011 ging bei der Elbphilharmonie nichts mehr voran, stattdessen stritten sich die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief über auftretende Probleme und immer höhere Kosten. Nun liegt eine vorläufige Einigung vor. Nach ihr soll zunächst ein Jahr lang neu geplant und danach zwei Jahre lang gebaut werden.

Zuletzt waren die Jahre 2014 oder 2015 als Fertigstellungstermin für die Hamburger Elbphilharmonie gehandelt worden, nun wird es wohl der spätere Zeitpunkt: Frühestens im Sommer 2015 wird das Konzerthaus nach dem derzeitigen Stand der Dinge fertig. Das geht aus dem neuen Sachstandsbericht zur Elbphilharmonie hervor, der am Dienstag vom Hamburger SPD-Senat beschlossen wurde. "An den halbjährlichen Bericht ist das Eckpunktepapier angehängt, auf das sich die Stadt und Hochtief Anfang Juli geeinigt haben", sagte der Sprecher der Kulturbehörde, Karl Olaf Petters.

Mit der Drucksache soll die Bürgerschaft offiziell über den Fortgang des 500 Millionen Euro teuren Projekts informiert werden. Wann das Eckpunkte-Papier vertraglich fixiert wird, konnte Petters noch nicht sagen. "Dazu werden momentan sehr intensive Gespräche geführt", sagte er.

Die Arbeiten auf Hamburgs bekanntester Baustelle ruhten seit November 2011, weil sich die Stadt und der Baukonzern Hochtief nicht über Probleme beim Bau des Daches und gesteigerte Kosten einigen konnten.

In dem Eckpunktepapier verständigten sich beide Seiten Anfang Juli drauf, das Projekt neu zu ordnen. "Das Eckpunktepapier ist ein Meilenstein, weil alle Beteiligten sich damit verbindlich auf den Weg verständigt haben, wie die Elbphilharmonie erfolgreich fertiggestellt werden soll", sagte Petters.

Nun gehe es um die Umsetzung und die rechtsverbindliche Vereinbarung insbesondere der künftigen Zusammenarbeit zwischen der Baufirma und den Architekten. So sollen Hochtief und die Architekten künftig gemeinsam planen, dafür ein Jahr Zeit bekommen und anschließend noch zwei Jahre bauen.

Mehr als vier Mal so teuer als ursprünglich erwartet

Außerdem sollen alle strittigen Kostenfragen von einem Schiedsgericht geklärt werden. Zunächst sollte das Konzerthaus 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Mittlerweile liegen die Kosten für den Steuerzahler bei mindestens 323 Millionen Euro.

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