Jobmessen bieten Bewerbern die Gelegenheit, Unternehmen kennenzulernen. Wer sich am Messestand clever präsentiert, kann auf eine Einladung in die Firmenzentrale hoffen. Doch ein paar Fehler sollten Bewerber vermeiden.

Jede Menge Arbeitgeber an einem Ort versammelt - die Chance für Bewerber. Auf Berufsmessen gilt es für Jobsuchende, einen guten Eindruck zu machen. Die Gespräche an den Infoständen sollten gut vorbereitet sein - schließlich sind unter den vielen Besuchern auch zahlreiche andere Bewerber. Wer durch kompetentes Auftreten und eine ambitionierte Kurzbewerbung bei den Personalern in Erinnerung bleibt, hat gute Chancen in späteren Bewerbungsverfahren.

Über 30.000 Arbeitssuchende drängen sich bei Jobmesse in China Bild vergrößern

In China kann es auf den Jobmessen auch mal voller werden. (© AP)

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Idealerweise beginnt schon Wochen vor der Veranstaltung die Vorbereitung darauf: Neben der Planung für die Anreise ist es im Vorfeld teils auch schon möglich, Gesprächstermine mit Firmenvertretern auf der Messe zu vereinbaren, sagt Carina Goffart vom Professional Center der Universität Köln. Der Vorteil dabei sei, dass die Teilnehmer ihrem Ansprechpartner aus dem Unternehmen dann bereits im Vorfeld Lebenslauf und Kurzbewerbung zusenden können. "So ist der Bewerber den Referenten am Messetag bereits bekannt."

Auch spontane Besuche eines Infostands sind möglich - teils aber mit Wartezeiten verbunden, da viele Berufsmessen hohen Andrang verzeichnen. Um Engpässe zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen Tagesplan zu erstellen, rät Jürgen Lürssen, Karriereberater und Professor für Marketing an der Universität Lüneburg. Darin werde etwa festgelegt, zu welcher Uhrzeit welcher Gesprächspartner wo aufgesucht wird und was das Ziel des Gesprächs ist.

Zwischen 15 und 45 Minuten dauert Lürssen zufolge der Besuch eines Firmenstandes inklusive Dialog mit den Personalreferenten. Mehr als fünf Gespräche pro Tag sollten es nicht sein: "Das ist zu anstrengend", warnt Carina Goffart. Besser sei, auch den Besuch von Vorträgen sowie Erholungsphasen in das Zeitbudget einzuplanen. Empfehlenswert ist es Lürssen zufolge, die Besuche der Stände nach Wichtigkeit zu ordnen: Bevor die Traumfirma aufgesucht wird, sollte das eigene Auftreten im Dialog mit einem anderen Unternehmen erprobt werden. "Dadurch holen sich die Bewerber Sicherheit", erklärt der Karriereberater. Läuft das Gespräch nicht optimal, bleibt anschließend immer noch genug Zeit zur persönlichen Manöverkritik - oder zum Strategiewechsel.

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