Rauchstopp Hypnose und Akupunktur gegen den blauen Dunst?

Wenn es doch so einfach wäre: Sich hinlegen, in Trance fallen und nie wieder rauchen. Oder mit ein paar Nadeln die Sucht vertreiben lassen. Viele Raucher hoffen auf alternative Methoden zur Entwöhnung. Funktionieren Sie auch?

Von Nina Buschek

Die Nikotinsucht zu überwinden erfordert viel Selbstvertrauen und eine starke Motivation. Mancher greift zu einer oder gleich mehreren Krücken, wobei alternative Methoden besonders verlockend erscheinen. Die wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften empfehlen in ihren Leitlinien zur Tabakentwöhnung allerdings weder Akupunktur noch Hypnose.

Anbieter gibt es dennoch. Zum Rauchstopp setzen Akupunkteure Nadeln in "Anti-Suchtpunkte", wo sie mehrere Tage verbleiben. Oft sind es drei Punkte am Ohr. Andere Akupunkteure stechen in den Rücken.

Was genau die Akupunktur im Körper auslöst, weiß man nicht. Es gibt einige Hinweise, dass die fernöstliche Nadelung Entzugserscheinungen lindern und den Abschied vom Glimmstängel erleichtern kann. Bewiesen ist das allerdings nicht. Die Leitlinien der Mediziner bescheinigen der Akupunkturbehandlung eine Wirksamkeit wie die eines Placebos.

Auch für verwandte Methoden, die zur Raucherentwöhnung angeboten werden, fehlen eindeutige Wirksamkeitsnachweise. Dazu zählen die Akupressur, bei der lediglich Druck auf den Akupunkturpunkt ausgeübt wird, die Elektro-Akupunktur, bei der die Akupunkturnadeln unter schwachem Strom stehen, und die Laser-Akupunktur, welche die Akupunkturpunkte mit stark gebündeltem Licht stimuliert.