Die meisten Krankheitsjahre bei Teenagern werden von neuropsychiatrischen Störungen wie Depressionen, Alkohol-Missbrauch, Schizophrenie und bipolaren Störungen verursacht. Erst auf Platz zwei folgen Unfälle und Verletzungen.
Die Jugend gilt als gesundheitlich unbeschwerte Zeit: Die Gefahren der Geburt und die Kinderkrankheiten sind überstanden; die üblichen Volkskrankheiten von Krebs bis Herzinfarkt treten meist erst einige Jahrzehnte später auf.
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Die meisten Krankheitsjahre junger Menschen werden von neuropsychiatrischen Störungen verursacht. (© iStockphoto)
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Todesfälle bei Teenagern seien - so eine gängige Vermutung - meist durch den unsachgemäßen Gebrauch von Fortbewegungsmitteln und Feuerwaffen verursacht. Doch gegen diese verharmlosende Sicht der Lage wendet sich nun ein Team von Medizinstatistikern um Fiona Gore von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf, das globale Daten aus dem Jahr 2004 ausgewertet hat (The Lancet, online).
Der Studie zufolge starben im Untersuchungsjahr immerhin 2,6 Millionen der weltweit etwa 1,8 Milliarden jungen Menschen im Alter von 10 bis 24 Jahren; die allermeisten von ihnen in Ländern mit niedrigem bis mittleren Pro-Kopf-Einkommen. Das ist eine Todesrate von 1,4 Promille. Selbst wenn man diese Zahlen als relativ niedrig ansehe, so die Autoren, verdüstere sich das Bild weiter, wenn man nicht nur Mortalität betrachte, sondern das bei der WHO übliche, sogenannte DALY-Konzept verwendet.
Diese englische Abkürzung steht für "disability-adjusted life-years" und bezeichnet sowohl die durch vorzeitigen Tod verlorenen als auch die wegen gesundheitlicher Behinderungen mit eingeschränkter Lebensqualität gelebten Jahre. Wenn man diese Kenngröße anwendet, summiert sich die Krankheitslast der 10 bis 24-Jährigen auf 236 Millionen verlorene Lebensjahre. Das sind 15,5 Prozent der DALYs aller Altersgruppen, die Jungen erscheinen daher im Vergleich keineswegs besonders gesund zu sein.
Besonders bedeutsam erscheint der Forschergruppe, dass die meisten Krankheitsjahre junger Menschen, nämlich 45 Prozent, von neuropsychiatrischen Störungen verursacht werden - Depressionen, Alkoholmissbrauch, Schizophrenie und bipolaren Störungen.
Erst auf Platz zwei folgen Unfälle und Verletzungen (vor allem im Straßenverkehr), mit zwölf Prozent infektiöse sowie mit zehn Prozent Anteil parasitäre Erkrankungen. Diese Zahlen verdeutlichen nach Ansicht der Studienautoren, dass sich die internationale Gesundheitspolitik in Zukunft vermehrt um die jüngeren Menschen kümmern sollte, zumal die psychischen Krankheiten unbehandelt häufig einen chronischen Verlauf nehmen, der auch die Anfälligkeit für körperliche Krankheiten erhöht.
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(SZ vom 07.06.2011/mcs)
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FABELHAFT schreibt
"Nach Entwicklung von spezifischen Neuroleptika und massivem Marketing ist bspw. die Rate der mit Bipolarer Störung diagnostizierten Patienten in wenigen Jahren um mehrere tausend Prozent (!) gestiegen."
der Anstieg bei den Diagnosen geht wesentlich auf eine veränderte Terminologie zurück, vielleicht auch darauf, dass Menschen mit affektiven Störungen schneller eine angemessene Behandlung erhalten, sie also früher diagnostiziert werden. Bei affektiven Störungen insgesamt liegt die Rate behandelter Erkrankungen realtiv konstant bei ca. einem Prozent.
Ganz unbestritten ist, dass affektiven Störungen eine Fehlregulation des seretonalen bzw. des norandrenalen Systems zu Grunde liegt, sie wenigstens daran beteiligt sind.
Natürlich geht es vielen Jugendlichen schlecht, so wie auch vielen Erwachsenen.
Das liegt aber nicht an den vielbesprochenen, angeblichen psychischen Erkrankungen - für nicht eine einzige der angeblichen Erkrankungen wie Depression, Bipolare Störunge usw. gibt es nämlich einen Nachweis einer neurobiologischen Erkrankung - sondern daran, dass hier millardenschwere Märkte der Pharmaindustrie künstlich erzeugt und Krankheiten marktgerecht erfunden werden.
Nach Entwicklung von spezifischen Neuroleptika und massivem Marketing ist bspw. die Rate der mit Bipolarer Störung diagnostizierten Patienten in wenigen Jahren um mehrere tausend Prozent (!) gestiegen.
Ebenso verhält es sich mit Depressionen, deren angebliche Ursache - eine Stoffwechelstörung der Botenstoffe im Gehirn, bspw. Serotonin - ebenfalls vollkommen unbelegt ist.
Wir sprechen hier von Märkten, die mehrere hundert Milliarden Dollar stark sind. Mit einer Industrie, die als Einzige Ihre eigenen Medikamente untersucht und die also die gesamte Forschung und auch die gesetzlich vorgeschriebenen Studien kontrolliert - denn Kliniken könnten ohne die externe Finanzierung die teuren Studien gar nicht leisten.
So passiert es dann auch, dass bspw. die 40% der Negativstudien - Studien bei denen die Medikamente als absolut wirkungslos getestet werden - einfach unterschlagen und niemals veröffentlicht werden.
Da keine körperlichen Ursachen für die Erkrankungen bekannt sind, wirken die Mittel also auch nicht - von zerstörerischen Nebenwirkungen - Organschäden, Diabetes usw. - einmal abgesehen.
Die Nebenwirkungen sind die Hauptwirkungen der Präparate und erklären auch den statistischen Behandlungserfolg, der sich um ein paar Prozentpunkte über einer Behandlung mit bspw. Gesprächen, Yoga oder Jogging einpendelt und sich vor allem über eine stärkere Placebowirkung und ein Versagen der Doppelblindstudien erklären läßt. Die Rückfallquote bei Patienten mit pharmkologischer Behandlung ist daher maximal.
Kurz: Hier werden Menschen zum Zweck der Gewinnmaximierung krank gemacht. Das Ziel ist es, uns alle mit Symptomen zu versehen und zu Patienten zu erklären.
Es ist in Wahrheit vollkommen ausreichend, die emotionalen Selbstheilungskräfte des Gehirns von außen anzustoßen. Bei vielen Patienten genügt es schon, wenn nur jemand anwesend ist oder den Patienten in den Arm nimmt. Klingt komisch, ist aber wissenschaftlich belegt.
Nur kann man damit keine Mill
"Die meisten Krankheitsjahre junger Menschen werden von neuropsychiatrischen Störungen verursacht."
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Da wäre es doch interessant den Unterschied zwischen Stadt- und Landjugend und zwischen hochtechnisierten und anderen Ländern zu wissen.
Rhinelander schreibt
"Und woher weiß man, wie viel zu früh irgendwer gestorben sein soll?"
das wird an der durchschnittlichen Lebenserwartung der jeweiligen Gruppe fest gemacht. Dabei lässt sich der statistische Fehler meist fundiert abschätzen, allgemeine bzw. generalisierte Aussagen und Interpretationen sind daher durchaus möglich.
Und woher weiß man, wie viel zu früh irgendwer gestorben sein soll? Letztlich ist das das Aufbauschen der Statistik.