Adolf Hitler verweigerte in den dreißiger Jahren die Zahlung, jetzt holt die Historie die Bundesregierung ein: Ein US-Gericht entscheidet, ob alte Verbindlichkeiten eingeklagt werden dürfen.
Die Bundesrepublik wird von der Geschichte eingeholt: Ein US-Gericht hat eine Klage gegen Deutschland auf Rückzahlung von Anleihen zugelassen, die nach dem Ersten Weltkrieg ausgegeben worden waren und deren Rückzahlung Adolf Hitler eingestellt hatte.
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Weil Adolf Hitler in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht zahlte, gibt es jetzt Ärger für die Bundesregierung. (© AP)
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"Das Berufungsgericht hat entschieden, dass die Klage gegen Deutschland verhandelt werden kann", sagte der Anwalt der Beschwerdeführer, bei denen es sich um Investoren handelt, die in dem Unternehmen World Holdings mit Sitz in Tampa im Bundesstaat Florida zusammengeschlossen sind.
Ein Verfahren könne dem Urteil zufolge nicht mit dem Argument abgelehnt werden, dass die Bundesrepublik ein souveräner ausländischer Staat sei, fügte Michael Elsner hinzu.
Seine Mandanten würden Rückzahlungen und Zinsen in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar geltend machen, führte Elsner aus. Es handele sich um "eine Summe über 450 Millionen Dollar" (347 Millionen Euro). Die Angelegenheit werde nun an ein Bezirksgericht in Miami zurückverwiesen.
Aufwändiger Beglaubigungsprozess in Deutschland
Die Staatsanleihen hatte Deutschland den Gerichtsakten zufolge nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) ausgegeben, um den Wiederaufbau des Landes finanzieren zu können. Als Hitler 1933 Reichskanzler wurde, stellte er die Rückzahlung der Darlehen ein.
Elsner zufolge hatte die Bundesregierung in dem Rechtsstreit argumentiert, der Großteil der Anleihen sei nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgezahlt worden. Viele Schuldscheine seien aber von sowjetischen Soldaten gestohlen worden.
Um als rechtmäßiger Besitzer der Anleihepapiere seine Ansprüche dennoch geltend machen zu können, sei ein aufwändiger Beglaubigungsprozess in Deutschland Voraussetzung gewesen. Ein Vertreter der deutschen Botschaft in Washington wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äußern.
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(sueddeutsche.de/AFP/mel/pak)
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Die Bundesrepublik hat mit dem "Deutschen Reich" nichts zu tun!Nur die Moralischen Verpflichtungen selbstverständlich!Das "Deutsche Reich" ist 1945 untergegangen!
Die Wikinger haben auch noch Ansprüche an die USA!Die wurden aus Vinland vertrieben!
ich hab das dann mal gegoogelt, und ja deutschland zahlt immer noch. bis oktober 2010. so die abmachung. was aber schon komisch ist, es gilt eher als last aus dem zweiten weltkrieg, bzw die lasten wurden so zusagen zusammen gelegt, weil den siegermächten klar war, wenn die alten bezahlt werden müssen können wir keine neuen drauflegen. das zweite was komisch ist, zahlen dürfen wir, wegen des versailler vertrags, den rest des vertrages den müssen wir aber scheinbar nicht einhalten....zb steht im vertrag wir dürfen keine wehrplicht haben und auch keine panzer.....schon merkwürdig das das keinen stört. und wenn ich es richtig verstanden habe, zahlen wir, wie kann man dann wegen nicht zahlens verklagt werden, und der streit geht wohl eher dahin, wie heute die währung ausgelegt wird
links dazu
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Reparationen_nach_dem_Ersten_Weltkrieg#Ende_der_Reparationszahlungen
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Deutschland-zahlt-noch-immer-Kriegsschulden_aid_790598.html
und ganz ehrlich, den vergleich der kommentartoren mit griechenland....nun ja der hinkt. den griechenland hat ein darlehen bekommen, also nach geld gefragt, deutschland hatte schulden einer ganz anderen art, oder die siegermächte hatten ganz andere beweggründe. und ich glaube die väter des vertrages wollten lieber deutschland sämtlicher macht enteignen, als des geldes. und heute ist es umgekehrt....
Die Frage, ob die Deutschen einmal selbstbestimmt eine eigene Verfassung ausarbeiten und verabschieden, ist nicht revisionistisch auszulegen.
Wer (wie ich) eine Rechtsposition einnimmt, derlei zu wollen, ist nicht in die Nähe Adolfs zu bringen.
Ich wäre z. B. für eine Verfassung nach Schweizer Vorbild.
Um das ganz klar zu sagen. Und hoffe, dass die BRD nicht die letzte Antwort der Geschichte ist.
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Man wird doch noch auf die Existenz eines ganz offiziell ausgestellten Rechtstitels hinweisen dürfen.
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