Weil die Luftfahrt bald in den Emissionsrechtehandel der EU einbezogen wird, will sie weg vom Kerosin. Die Lufthansa testet im Linienflug zwischen Frankfurt und Hamburg.
Es wird die größte Testserie, die es im Luftverkehr je mit Biokraftstoff gegeben hat: Bis zu achtmal täglich fliegt der Lufthansa-Airbus A321 mit dem Taufnamen Nördlingen auf Linienflügen zwischen Hamburg und Frankfurt hin- und her. Dabei wird das Triebwerk Nummer zwei (auf der rechten Seite) zur Hälfte von synthetischem Biokraftstoff angetrieben - für volle sechs Monate. Drei Viertel des Antriebs kommen weiterhin aus der Energie des herkömmlichen Kerosins vom Typ Jet A1.
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Vollgetankt: Biokraftstoff für Passagierjets (© aspa)
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Eigentlich war der Start des Tests bereits für April geplant, doch hat sich unerwartet die Zulassung für das sogenannte HVO (Hydrotreated Vegetable Oils)-Kerosin aus dem pflanzlichen Öl von Palmen, Soja, Raps, Jatropha, Camelina oder Algentrockenmasse verzögert.
Jetzt soll es im Mai oder Juni soweit sein, dass sich erstmals im harten Flugalltag erweisen muss, ob Biotreibstoff die in ihn gesetzten Erwartungen der Luftfahrtbranche erfüllen kann. Die Zeit drängt: Zum Jahresende wird die Luftfahrt in den Emissionsrechtehandel der EU einbezogen. Das wird für Fluggesellschaften und Passagiere teuer werden: bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, schätzen Experten.
Durch Kerosin aus nachwachsender Biomasse anstelle fossiler Brennstoffe würde der Ausstoß von Treibhausgasen drastisch gesenkt, um 35 bis zu 80 Prozent, so bisherige Erkenntnisse, weil beim Wachstum der Biomasse CO2 aus der Atmosphäre abgezogen wird. Damit müssten die Airlines längerfristig auch weniger Emissionsrechte erwerben.
Bereits seit 2008 hat es einzelne Testflüge gegeben, bei denen Virgin Atlantic, Air New Zealand, Continental Airlines, Japan Airlines, KLM und zuletzt TAM jeweils in einem (von zwei oder vier Triebwerken) einmalig 50 Prozent Biotreibstoff beimischten. Die hundertprozentige Nutzung von Bio-sprit ist bisher nicht erlaubt.
Obwohl die Testflüge nur sehr punktuelle Erfahrungen lieferten, waren diese positiv. Die Triebwerke liefen auch mit dem neuartigen Gemisch störungsfrei, technische Probleme traten nirgends auf. Vor allem zeigte sich, dass der Energiegehalt von Biokerosin um etwa vier Prozent höher ist, und damit für die gleiche Transportleistung weniger verbraucht wird.
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Was soll denn ein Flug zwischen Hamburg und Frankfurt?
An diesem Beispiel sieht man ganz deutlich die Perversion des ganzen Airline-Geschäfts.
Das sind Distanzen auf denen Flugzeuge nichts, aber auch gar nichts verloren haben.
Mit dem Zug dauert der Spaß 3-4 Stunden.
Bezieht man beim Fliegen die allfälligen Zeiten ein (45 Minunten vor Abflug einchecken, Anreise zum Flughafen, Warten auf Gepäck, Transfer Flughafen-City), dann hat man mit dem Flugzeug exakt 0 Minuten Zeitersparnis.
Und genau vorhersagen lässt sich die Ankunftszeit auch nicht.
Liebe Lufthansa: Wollt ihr wirklich was für die Umwelt tun - streicht solche Linienflüge ersatzlos!
Ist das Selbe, als wenn ich 50% E10 und 50% Super tanke - dann bin ich wieder auf 7,5% Alkohol und dass soll ja angeblich noch problemlos sein.
Schreibt doch unseren Autobauern endlich vor nicht auf den letzten Cent zu sparen, sondern vernünftige Materialien zu verbauen, dann könnten wir theoretisch mit 100% Alkohol fahren.
Dagegen gibt es natürlich auch sehr viel zu sagen.
aber in der Luft soll es toll sein? Seltsame Logik.