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Wissenschaft - Bremerhaven:Studie: Wolfsbarsch nimmt wenig Mikroplastik im Muskel auf

Bremen
Ein Wolfsbarsch liegt auf einer Schiefertafel. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Bremerhaven (dpa/lni) - Der Wolfsbarsch als beliebter Speisefisch nimmt einer Studie zufolge viel weniger Mikroplastik im Muskelfleisch auf als befürchtet. Das berichteten Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven am Montag.

Für die Untersuchung hatten sie junge Barsche vier Monate lang mit plastikverseuchtem Futter gefüttert. Trotzdem gelangten nur extrem wenige Plastikpartikel tatsächlich in das Fischfilet. In fünf Gramm Filet seien jeweils nur ein bis zwei der mikroskopisch kleinen Partikel gefunden worden. Der überwiegende Teil des gefressenen Plastiks sei von den Barschen wieder ausgeschieden worden.

Die Wissenschaftler sahen dies als Indiz dafür, dass der Verzehr von Fischfilet für Menschen auch dann unbedenklich sein kann, wenn Fische in ihrem Leben einer extremen Verschmutzung mit Mikroplastik ausgesetzt waren. Mikroplastik stammt unter anderem aus dem Abrieb von Autoreifen, aber auch aus Kunstfaserkleidung, oder es ist Bestandteil von Kosmetika und Waschmitteln. Der Europäische Wolfsbarsch lebt im Ostatlantik und in der Nordsee. Der Speisefisch wird auch viel in Aquakulturen gezüchtet.

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