Artenvielfalt:Die Axt im Schutzgebiet

Artenvielfalt: Nicht in allen Wäldern ist es so idyllisch wie hier im Nationalpark Bayerischer Wald.

Nicht in allen Wäldern ist es so idyllisch wie hier im Nationalpark Bayerischer Wald.

(Foto: Sebastian Beck)

Zwei Drittel der Waldfläche Deutschlands stehen unter Schutz, fast überall darf aber Holz eingeschlagen werden. Sollte man mehr Wälder sich selbst überlassen? Aber so einfach ist es nicht.

Von Benjamin von Brackel

Wer an einem heißen Sommertag die Heiligen Hallen betritt, erfährt sofort Abkühlung. Das geschlossene Kronendach des wohl ältesten Buchenwalds Deutschlands schirmt die Sonne ab, am Boden liegt Totholz herum, das Feuchtigkeit speichert. Tatsächlich wirken die Buchen nahe Lüttenhagen im Süden Mecklenburg-Vorpommerns wie "die Halle eines gotischen Doms", wie es auf einer Infotafel heißt. Sie bieten zahlreichen Insekten-, Vogel- und Fledermausarten Schutz und sind selbst seit dem Jahr 1850 geschützt. Damals verfügte der Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz, dass der Bestand "für alle Zeiten" bewahrt werden solle.

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