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Umwelt - Berlin:Auswirkungen der Grundschleppnetz-Fischerei werden erforscht

Berlin
Ein Krabbenkutter fährt mit hochgezogenem Grundschleppnetz auf See. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Berlin/Schwerin (dpa) - In den kommenden Jahren sollen die Auswirkungen der Grundschleppnetz-Fischerei auf Schutzgebiete in Nord- und Ostsee untersucht werden. Die Arbeiten werden von der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) koordiniert, deren Vertreter sich am Montag bei einer Auftaktveranstaltung mit Politik, Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft über die Schwerpunkte berieten. Die DAM verbindet 19 deutsche Meeresforschungseinrichtungen mit dem Ziel, den Umgang mit den Küsten und Meeren durch Forschung zu stärken. Für die Schleppnetz-Forschung sei ein Zeitraum bis März 2023 vorgesehen.

Hintergrund ist, dass Grundschleppnetze, mit denen Schollen, Seezungen, Dorsch oder Garnelen gefangen werden, den Meeresboden und die dort siedelnden Lebensgemeinschaften erheblich schädigen können. Daher soll sie zumindest in Teilen der deutschen und europäischen Meeresschutzgebiete in den kommenden Jahren ausgeschlossen werden, hieß es von der DAM.

Zunächst soll der aktuelle Umweltzustand in ausgewählten Regionen von Nord- und Ostsee als Referenz analysiert werden. Anschließend gehe es darum festzustellen, wie sich beispielsweise Lebensgemeinschaften ohne weitere Störungen entwickeln. Solche Einflüsse auf Meeresschutzgebiete seien bisher kaum untersucht und die Ergebnisse böten eine wichtige Grundlage für das Management der Schutzgebiete in Nord- und Ostsee. "Die Deutsche Allianz Meeresforschung hat das Potenzial, eine der weltweit größten und erfolgreichsten marinen Forschungsallianzen zu werden", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD).

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