Tiersterben:Bislang unbekannte Arten ausgelöscht

Wie erwartet, erreichte die Epidemie kurze Zeit nach der Amphibienzählung die Region. Als die Wissenschaftler die Artenvielfalt in dem Gebiet erneut erfassten, waren 25 Spezies verschwunden.

Craugastor punctariolus

Der "Craugastor punctariolus" gehört zur Familie der so genannten Süd- oder auch Pfeiffrösche. Auch diese Art könnte aussterben. 

(Foto: Andrew Crawford)

Doch nicht nur bereits klassifizierte Amphibienarten gingen verloren. Neben den 63 bekannten Spezies hatten in El Copé vor Ausbruch der Epidemie auch elf Amphibienarten gelebt, die noch kein Wissenschaftler zuvor beschrieben hatte.

Dies stellten die Biologen mit Hilfe des sogenannten DNA-Barcodings fest. Bei diesem genetischen Untersuchungsverfahren werden Abschnitte des Erbguts nachgewiesen, die für eine Tierart spezifisch sind. Fünf der elf neu gefundenen Amphibienarten löschte der Töpfchenpilz ebenfalls aus.

"Es ist eine traurige Ironie, dass wir neue Spezies in fast dem gleichen Tempo entdecken, wie wir sie verlieren", sagt Crawford.

© SZ vom 20.07.2010/cosa
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