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Stromerzeugung auf den Kanaren:Inseln im Wind

Das Kraftwerk auf El Hierro: Wenn der Wind stark bläst, liefern die Turbinen mehr Energie als verbraucht wird. Diese treibt dann Pumpen an, die Wasser in ein Speicherbecken befördern.

(Foto: Desiree Martin/AFP)

Die Kanaren sind prädestiniert für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Doch Misswirtschaft und Korruption haben das bisher verhindert. Das kleine El Hierro zeigt, welches Potential in der Inselgruppe steckt.

Von Velten Arnold

Der Wind bläst kräftig über El Hierro, und während die Touristen in den Naturschwimmbecken der felsigen Kanareninsel das nicht so gut finden, kann er für Juan Gil gar nicht stark genug blasen. Gil ist Ingenieur in dem vor drei Jahren in Betrieb genommenen Wind-Wasserkraftwerk, das El Hierro von der Nutzung fossiler Energieträger unabhängig machen sollte. "Wir produzieren gerade 7394 Kilowatt mit Windkraft und 1638 Kilowatt mit Wasserkraft", sagt der Ingenieur und zeigt auf die grüne und die blaue Kurve auf dem großen Display im Kontrollraum des Kraftwerks. Das sind gut neun Megawatt, und momentan, so Gil, könnte man den Energiebedarf der Insel damit decken. Doch der Wind bläst nicht immer so stark, und die 100-prozentige Versorgung der Insel mit sauberer Energie gelingt bisher nur, wenn die Bedingungen optimal sind.

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