Radioaktive StrahlungVom Röntgen bis zum Super-GAU

Menschen sind überall und ständig radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Doch die natürliche Radioaktivität im Mauerwerk des eigenen Heims ist nicht zu vergleichen mit der Strahlung aus einem havarierten AKW. Eine Grafik verschafft einen Überblick.

Die folgende Grafik zeigt, wie viel Radioaktivität ein Mensch aus natürlichen und künstlichen Strahlungsquellen absorbiert. Natürliche Radioaktivität findet sich überall in der Natur, sogar im Mauerwerk des eigenen Zuhauses. Kleine Mengen Radioaktivität steckt der Körper spurlos weg. Oberhalb von 100 Millisievert steigt das Krebsrisiko, ein Sievert (1000 mSv) macht krank, bei acht Sievert ist der Tod unausweichlich. Für die Arbeiter am havarierten Atomkraftwerk Fukushima-1 (Bild) gilt ein Grenzwert von einer Gesamtdosis von 250 Millisievert. Aktuelle Strahlungswerte liegen dort bei 0,71 mSv pro Stunde an der Südseite des Verwaltungsgebäudes, 110 μSv pro Stunde am Haupttor, und 52 μSv pro Stunde am Westtor. In Wasser in der Umgebung von Reaktorblock 2 wurden 1000 mSv pro Stunde gemessen.

Bild: dpa 6. April 2011, 11:022011-04-06 11:02:42 © SZ vom 6. April 2011/mcs