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Gefährdete Vogelarten:Es droht ein stummer Frühling

Braunkehlchen Braun Kehlchen Saxicola rubetra Weibchen sitzt auf einem Pflanzenstaengel Deutsch

Früher häufig, heute selten: Braunkehlchen.

(Foto: imago/blickwinkel)

Der Mensch nimmt sich immer mehr Raum, der Einsatz von Pestiziden steigt. Und die vertrauten heimischen Vögel? Haben bald ausgepfiffen. Nicht nur Wiesenpieper, Star und Kiebitz stehen vor dem Aussterben.

Von Thomas Krumenacker

Als die amerikanische Biologin Rachel Carson vor mehr als 50 Jahren ihr Buch "Silent Spring" veröffentlichte, löste sie damit eine weltweite Bewegung gegen Pestizide wie das berüchtigte DDT aus. Damals standen viele Vogelarten kurz vor dem Aussterben, weil das Pflanzenschutzmittel ihre Eierschalen so dünnwandig machte, dass sie zerbrachen, wenn sich ein Vogel zum Brüten daraufsetzte. DDT wurde in vielen Ländern verboten, 1972 auch in Deutschland. Gerade noch rechtzeitig für Wanderfalke, Habicht und Seeadler, die dadurch vor dem Aus gerettet wurden. Mittlerweile haben sich die Bestände dieser Arten so gut erholt, dass sie ganz von der Roten Liste der bedrohten Vogelarten gestrichen werden konnten.

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