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Bemannte Mars-Mission:Die Raumfahrt ist eine Zumutung für den Körper

View of MS Tanner waves to the camera during the third EVA of STS-97

Der Traum vieler Menschen: Einmal im Leben Schwerelosigkeit.

(Foto: NASA)

Menschen träumen von einem Leben im All. Tatsächlich plant die Nasa eine bemannte Mission zum Mars. Nur: So toll ist es da draußen nicht.

Das Leben im All ist ein Menschheitstraum. Nicht mehr lange soll es dauern, bis die Erdbewohner ihre Heimat dauerhaft verlassen können. Tatsächlich bereiten sich einige Forschungsprojekte bereits darauf vor, unseren trockenen, unwirtlichen Nachbarplaneten Mars nicht nur zu besuchen, sondern ihn sogar zu besiedeln. Die Nasa plant, im kommenden Jahrzehnt eine Basis in der Umlaufbahn des Mondes einzurichten, von der aus im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die ersten bemannten Marsmissionen starten. Private Initiativen wollen sogar noch schneller loslegen.

Bei diesen ambitionierten Vorhaben stellt sich natürlich die Frage, wie lange und mit welchen Hilfsmitteln Menschen es da oben, fernab der Heimat, überhaupt aushalten können. Der bislang längste Aufenthalt jenseits der irdischen Schwerkraft betrug 437 Tage, aufgestellt wurde dieser Rekord in den neunziger Jahren vom russischen Kosmonauten Walerie Poljakow auf der Mir. Der längste Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS währte bislang 340 Tage.

In beiden Fällen waren die Rekordhalter zwar im Weltraum, aber verglichen mit einer Marsmission war das ein Campingurlaub im heimischen Vorgarten.

Verschiedene Gefahren lauern dort draußen, im Weltraum. Ein Feuer zum Beispiel verhält sich im All ganz anders als auf der Erde. Und was macht es mit dem Gehirn, wenn der Mensch längere Zeit in fast vollständiger Schwerelosigkeit verweilt? Sehstörungen sind das Mindeste, aber weit mehr gesundheitliche Folgen sind langfristig zu befürchten. Kann es also so einfach gehen, wie sich die Nasa das vorstellt? Werden Menschen tatsächlich schon bald den Mars besuchen?

Lesen Sie mit SZ Plus, welche Gefahren Menschen im Weltraum ausgesetzt sind.
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