AustralienKorallensterben am Great Barrier Reef

Das größte Riff der Erde hat bereits die Hälfte seiner Korallen verloren. Die Ursachen: Stürme, Seesterne und Korallenbleiche aufgrund des Klimawandels.

Australien – Korallensterben am Great Barrier Reef

Das australische Great Barrier Reef hat in nur 27 Jahren die Hälfte seiner Korallen verloren. Das haben australische Forscher bei einer Bestandsaufnahme im größten Korallenriff der Erde festgestellt. Schuld an dem rapiden Rückgang der Korallen seien drei Faktoren: Tropenstürme verursachten massive Schäden vor allem im Süden und in der Mitte des Riffs. Außerdem wurden die Korallen durch eine dramatische Vermehrung von korallenfressenden Seesternen und durch die vom Klimawandel geförderte Korallenbleiche dezimiert. Gehe der Trend so weiter, könnte das Great Barrier Reef bis zum Jahr 2022 noch einmal zehn Prozent seiner heutigen Korallendichte verlieren, warnen die Forscher im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (doi: 10.1073/pnas.1208909109). Das bedeute für Zehntausende von riffbewohnenden Meerestieren und Pflanzen den Verlust des Lebensraums.

Bild: Great Barrier Reef Marine Park Authority/dpa 2. Oktober 2012, 09:482012-10-02 09:48:26 © dapd/mcs