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Wirtschaft kompakt:GM: Mit einem Milliardengewinn an die Börse

Die Opel-Mutter General Motors (GM) hat dank einer anziehenden Nachfrage im dritten Quartal einen Milliardengewinn erzielt. Der Nettogewinn für den Zeitraum von Juli bis September liege zwischen 1,9 und 2,1 Milliarden Dollar, teilte der US-Konzern mit.

Den Umsatz schätzte GM auf rund 34 Milliarden Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belaufe sich auf 2,2 bis 2,4 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr geht der Autobauer von einem "soliden" Überschuss aus. Für das vierte Quartal rechnet die einstige Industrie-Ikone mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern, der allerdings deutlich unter dem Niveau der ersten drei Quartale des Jahres liegen dürfte. Dies begründete GM mit Ausgaben für die Markteinführung neuer Fahrzeugmodelle und höheren Entwicklungskosten bei künftigen Projekten.

"Wir werden ein solides und profitables erstes Jahr nach der Insolvenz abliefern. Wir verbessern weiterhin unsere Bilanz, und - das ist das Wichtigste - die Qualität unserer Fahrzeuge", sagte Finanzvorstand Chris Liddell. Den endgültigen Quartalsbericht will GM in einer Woche vorlegen.

GM ist derzeit in mehrheitlichem Besitz des amerikanischen Staates. Ein Aktienpaket des Konzerns im Volumen von 13 Milliarden Dollar (9,2 Milliarden Euro) soll noch in diesem Monat an die Börse gebracht werden. Mit dem erlösten Geld will der Konzern einen Teil der 50 Milliarden Dollar an die US-Regierung zurückzahlen, die das Unternehmen als Kapitalspritzen für seine Rettung erhalten hatte. GM hatte im vergangenen eine Insolvenz innerhalb von nur sechs Wochen durchlaufen. Er befreite sich dabei in einem erheblichen Maße von Schulden und verschlankte sich deutlich.

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