PwC und die Bilanz:Ärger für die Wirecard Bank

PwC und die Bilanz: Die Bafin hatte entschieden, dass Investoren zwei Monate lang nicht mehr auf fallende Wirecard-Kurse wetten durften. Hat das den Konzern zu sehr in Schutz genommen?

Die Bafin hatte entschieden, dass Investoren zwei Monate lang nicht mehr auf fallende Wirecard-Kurse wetten durften. Hat das den Konzern zu sehr in Schutz genommen?

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das Institut soll im Milliardenskandal noch etwas Geld bringen. Doch der mögliche Verkauf wird nun gestört.

Von Klaus Ott, Jörg Schmitt, Meike Schreiber und Nils Wischmeyer

Hätten die Chefs der Wirtschaftsprüfgesellschaft PwC in Deutschland einen Wunsch frei, dann müssten sie wohl nicht lange überlegen. Sondern würden vermutlich sagen: Ach, hätten wir doch diesen einen Kunden und dieses Mandat, das eigentlich nur Ärger bringen kann, nie bekommen. Bei dem Klienten handelt es sich um die Wirecard Bank, die Finanztochter des Skandalkonzerns aus Aschheim bei München. PwC hat im Auftrag der Bank deren Bilanz für das Jahr 2019 geprüft und offenbar für gut befunden. Also testiert, so heißt das in der Wirtschaftssprache. Nun aber wehrt sich PwC vehement gegen die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2019, aus einem nachvollziehbaren Grund. PwC will nicht in den Wirecard-Skandal hineingezogen werden. Im Gegensatz zu den Bilanzkontrolleuren von EY, vormals Ernst & Young, einer anderen großen Wirtschaftsprüfgesellschaft. EY hat viele Jahresabschlüsse der Wirecard AG testiert und muss mit hohen Schadenersatzklagen rechnen. Trotz aller Beteuerungen, man habe nichts falsch gemacht.

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