Waffen, Drogen, Korruption:Miami, 17. März 2010

Lesezeit: 10 min

Das Gericht in Florida verkündet seinen Schiedsspruch: Wachovia muss 160 Millionen Dollar Schadensersatz leisten, die bis dato höchste Strafzahlung in der amerikanischen Bankengeschichte. Wachovia bekennt sich schuldig, jahrelang nicht reagiert zu haben, obwohl es eindeutige Hinweise gegeben hat, dass mexikanische Drogenbarone dank Wachovia Geld gewaschen haben, laut Bundesbezirksgericht insgesamt 420 Milliarden Dollar.

Die Bank hatte über Jahre mit mexikanischen Wechselstuben zusammengearbeitet, von dort wurde systematisch Drogengeld in die USA transferiert. Auch aus anderen Länder floss Schwarzgeld: Vier in Neuseeland registrierte Firmen sollen nach Recherchen der kanadischen Finanzaufsicht Konten bei der Londoner Zweigstelle der Wachovia und einer lettischen Bank eröffnet und so Millionen für das berüchtigte Sinaloa-Kartell umgeleitet haben.

Alle vier Scheinfirmen hatten ihren Sitz in Auckland, in der Queen Street 369, im fünften Stock - in der Zentrale des Taylor-Clans. Auch Drogenhändlern steht die GT Group also unterstützend zur Seite.

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