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Elektromobilität:Tesla kündigt neues SUV an

Model Y von Tesla

Eine Computeranimation von Tesla gibt einen Eindruck von dem neuen Model Y. Am 14. März wird er in Los Angeles enthüllt.

(Foto: dpa)
  • Das SUV Model Y wird am 14. März in Los Angeles vorgestellt und soll teurer und größer sein als das vergleichsweise günstige Model 3.
  • Es ist der zweite Geländewagen des Elektroautobauers aus den USA. Der erste, das Model X, hatte wegen seiner aufwendigen Flügeltüren Probleme bei der Fertigung verursacht.
  • Ebenfalls in diesem Jahr soll ein Pick-up von Tesla auf den Markt kommen.

Kurz nachdem Tesla eine neue Version des vergleichsweise günstigen Mitteklassewagens Model 3 auf den Markt gebracht hat, kündigt der Elektroautobauer das nächste Projekt an: das SUV Model Y. Der Geländewagen sei zehn Prozent größer als das Model 3, schrieb Tesla-Chef und Gründer Elon Musk auf Twitter und folgerte: "Also kostet er etwa zehn Prozent mehr." Das Model 3 ist seit wenigen Tagen in den USA für 35 000 Dollar vor Steuern erhältlich, der günstigste Preis für einen Tesla bisher - und wohl auch in Zukunft, wie Musk mitteilte.

Da im Model Y die gleiche Batterie wie in dem Einstiegs-Tesla verbaut wird, das SUV aber schwerer und größer ist, wird seine Reichweite etwas geringer sein als jene rund 350 Kilometer (220 Meilen), die das Model 3 mit einer Ladung schaffen soll. Beide Modelle sollen in einer neuen Fabrik namens Gigafactory 3 in Shanghai mit einer Jahreskapazität von 250 000 Fahrzeugen gebaut werden.

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Das Model Y ist nach dem Model X das zweite SUV von Tesla. Der erste Geländewagen des Autoherstellers baute auf dem größeren Model S auf. Das Model X verfügt über Flügeltüren an den Rücksitzen, die nicht nur Aufsehen erregten, sondern zunächst auch einige Probleme bei der Produktion verursachten. Solche Komplikationen will Musk beim Model Y vermeiden.

Als Nächstes soll ein Pick-up herauskommen

Auch beim Model 3 hatte Tesla anfangs massive Schwierigkeiten mit dem Produktionsstart und konnte die große Nachfrage nicht bedienen. Erst im Sommer vergangenen Jahres schaffte es Tesla, die Fertigungsprobleme zu beheben und die anvisierten 5000 Fahrzeuge pro Woche zu produzieren. Inzwischen baut die Firma Schätzungen zufolge wöchentlich rund 5600 Fahrzeuge des Modells.

Zudem plant Tesla, einen Pick-up-Truck einzuführen. Eine Fahrzeugklasse, die insbesondere bei Autofahrern in den USA sehr gefragt ist. Auch dieser Wagen solle 2019 vorgestellt werden, schrieb Musk. "Vielleicht wird er zu futuristisch für die meisten Leute sein, aber mir gefällt er", schrieb der Tesla-Chef.

Mit dem Start des neuen, günstigen Model 3 hatte Tesla in der vergangenen Woche außerdem angekündigt, seine Verkaufsstandorte zu schließen und seine Autos künftig nur noch online anzubieten. Damit will das Unternehmen Geld sparen, um Preissenkungen auszugleichen: Die liegen über alle Modelle hinweg bei etwa sechs Prozent.

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