SpielzeugpreiseMangel: Ware

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Für die Schaufensterdekoration reicht es, ansonsten wird das Spielzeug derzeit knapper - und künftig auch teurer.
Für die Schaufensterdekoration reicht es, ansonsten wird das Spielzeug derzeit knapper - und künftig auch teurer. Marc John/Imago

Weil Fracht- und Rohstoffkosten enorm gestiegen sind, wird Spielzeug immer teurer - und das ausgerechnet vor Weihnachten. Holen die Hersteller nun ihre Produktionen aus China zurück?

Von Uwe Ritzer, Nürnberg

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Dass Spielzeug ziemlich teuer sein kann, ist kein neuzeitliches Phänomen. Sein Sohn und Thronfolger war noch nicht in Sicht, da bestellte Ludwig XIV., absolutistischer Herrscher über Frankreich mit dem Beinamen "Sonnenkönig", bereits vorsorglich etwas ganz Besonderes für ihn. Nürnberger Handwerker sollten zwei Armeen fertigen, aus mehreren Hundert Fuß- und Reitersoldaten, ein jeder etwa zehn Zentimeter groß. Die Figuren sollten sehr beweglich sein, um Schlachten möglichst realistisch simulieren zu können. Der künftige König sollte damit das Kriegshandwerk spielend lernen, so Ludwigs Plan. Den Auftrag übernahmen die Nürnberger Meister Gottfried Hautsch und Johann Jakob Wolrab, Zirkelschmied der eine, Goldschmied der andere. Nach vier Jahren war die Miniaturarmee fertig. "Sie hat ein gewaltiges Vermögen gekostet", sagt Helmut Schwarz, promovierter Historiker und langjähriger Leiter des Nürnberger Spielzeugmuseums.

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