Mit seit Langem existierenden Problemen ist das so eine Sache. Findet sich keine Lösung, nimmt man sie irgendwann als gegeben hin. So läuft es auch in der Biobranche. Dort ist man seit Jahrzehnten daran gewöhnt, für die Folgekosten von Pestiziden aufzukommen, die Ökoproduzenten selbst gar nicht einsetzen dürfen. Eigentlich ein Paradoxon. Schließlich sollte in solchen Fällen das Verursacherprinzip greifen. In diesem Fall sind die Verursacher konventionelle Landwirte, die solche Giftstoffe einsetzen - und die Hersteller dieser Pflanzenschutzmittel wie Bayer, BASF und andere. Eigentlich müssten sie zahlen für Schäden, die Unbeteiligten durch ihr Handeln entstehen.
Biolebensmittel:Die Pestizidindustrie muss endlich für ihre Schäden haften
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Pestizide können vom Wind verweht werden - ein Problem für Biobauern.
(Foto: Patrick Pleul/dpa)Bioerzeuger dürfen keine giftigen Spritzmittel einsetzen, müssen aber deren Folgekosten mittragen. Das ist paradox und darf so nicht bleiben.
Kommentar von Silvia Liebrich
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