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Optik - Jena:Corona-Pandemie lässt Gewinn bei Carl Zeiss Meditec bröckeln

Deutschland
Flaggen mit dem Firmenlogo vor dem Gebäude der Carl Zeiss Meditec AG in Jena. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Jena (dpa/th) - Weniger Operationen und Augenbehandlungen wegen der Corona-Pandemie weltweit haben das Geschäft des Thüringer Medizintechnik-Konzerns Carl Zeiss Meditec beeinträchtigt. Der Umsatz des Unternehmens sank im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr um 8,5 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Konzernergebnis von 123,4 Millionen Euro. Das waren 23,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Das operative Ergebnis (Ebit) sank um ein Drittel auf 177,6 Millionen Euro.

Das hat Auswirkungen auch auf die Aktionäre des im MDax der Frankfurter Börse notierten Unternehmens. Vorgeschlagen sei eine Dividende von 0,50 Euro pro Aktie nach 0,65 Euro im vergangenen Geschäftsjahr, sagte Vorstandschef Ludwin Monz am Freitag bei der Vorlage der Bilanz am Konzernsitz in Jena. "Wir haben gegengesteuert, als wir in die Corona-Krise kamen, so dass wir profitabel bleiben konnten."

Monz äußerte sich optimistisch, dass eine Rückkehr zum Umsatz- und Ertragswachstum erreicht werde. Allerdings würden die Ergebnisse in den ersten Monaten des im Oktober gestarteten Geschäftsjahres geringer ausfallen als im Vorjahreszeitraum. Mittelfristig bleibe das Ziel, eine Ertragsmarge von 18 Prozent zu erzielen. "Wie lange das angesichts der Pandemie dauert, ist offen. Die Unsicherheit ist groß", sagte Monz.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo es derzeit offenbar um einen zweiten Lockdown gehe, hätten andere Länder diese Phase bereits hinter sich. Das stimme zuversichtlich. Kurzarbeit sei bei dem Jenaer Spezialisten für die Augenheilkunde derzeit nur noch ganz vereinzelt nötig. Ziel des Vorstandes sei es, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, aber auch Produktion und Finanzen stabil zu halten.

Das zum baden-württembergischen Optik-Konzern Carl Zeiss AG (Oberkochen) gehörende Unternehmen beschäftigt rund 3400 Mitarbeiter, davon knapp die Hälfte in Deutschland.

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