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Mobilfunk:Vodafone schafft Roaminggebühren teilweise ab

Apps in der Freizeit

Telefonieren am Strand soll nun günstiger werden. Bisher kann das Telefonieren im Ausland ziemlich ins Geld gehen.

(Foto: dpa)
  • Vodafone will für Neukunden und Vertragsverlängerer die Zusatzgebühren für das Telefonieren und Surfen im Ausland schon jetzt abschaffen.
  • Das Unternehmen kommt damit einer EU-weiten Regelung zuvor. Innerhalb der EU werden die Roaminggebühren zunächst gedrosselt und fallen Mitte 2017 weg.

Der Telefonkonzern Vodafone Deutschland will für viele seiner Kunden die Extragebühren für die Handynutzung im EU-Ausland abschaffen. Für Telefonieren und Internetnutzung sollen dann keine Mehrkosten mehr anfallen. "Noch in diesem Monat heißt es Goodbye Roaming: Dann schaffen wir für Neukunden und Vertragsverlängerer in den meisten Tarifen die Roamingzuschläge in der EU ab", sagte Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter der Rheinischen Post.

Die Entscheidung soll bereits zum 14. April wirksam werden. Nutzer von Prepaid-Karten müssen wohl noch bis Ende April warten. Vodafone will außerdem sein LTE-Netz, das eine schnelle Internetverbindung ermöglicht, für alle Privatkunden öffnen. Kunden mit neuen wie bestehenden Verträgen sowie Prepaidkunden könnten dann mit maximaler LTE-Geschwindigkeit surfen, sagte Ametsreiter. Die Öffnung des LTE-Netzes komme ebenfalls am 14. April.

Vodafone kommt mit der Abschaffung der Roaminggebühren einer EU-weiten Regelung zuvor. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte das Europaparlament das Aus der Roaminggebühren beschloss. Die EU-weite Regeglung gilt jedoch erst ab dem 15. Juni 2017. In einem Zwischenschritt sinken die Kosten für das mobile Telefonieren, den SMS-Versand und das Internetsurfen im EU-Ausland aber bereits zum 30. April 2016. Bis zum endgültigen Wegfall sind nur noch geringe Aufschläge erlaubt: fünf Cent pro Minute für abgehende Anrufe, zwei Cent pro SMS und fünf Cent pro Megabyte Daten (jeweils plus Mehrwertsteuer).

Grenzenloses Telefonieren und Surfen dürfte es aber auch künftig nicht geben. Wer sich eine Sim-Karte mit günstigeren Konditionen im Ausland kauft, kann diese daheim nicht unbegrenzt nutzen. Anbietern ist es erlaubt, beim Erreichen bestimmter Mengen an Anrufen, SMS oder Daten Preisaufschläge zu erheben.

© SZ/dpa/jps/jasch

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