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Luftverkehr:Gericht: Vorstandswahl bei Ufo ungültig

Luftverkehr
Flugbegleiter mit Fahnen der Gewerkschaft Ufo bei einer Kundgebung. Die Wahl des aktuellen Ufo-Vorstandes ist gerichtlich für "schwebend ungültig" erklärt worden. Foto: Oliver Berg (Foto: dpa)

Darmstadt/Mörfelden-Walldorf (dpa) - Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo verstrickt sich immer tiefer in juristische Schwierigkeiten.

Das Amtsgericht Darmstadt hat die Wahl des aktuellen Vorstandes aus drei Personen für "schwebend ungültig" erklärt, wie die Gewerkschaft und der Lufthansa-Konzern am Donnerstag bestätigten. Grund ist laut einem Bericht des "Handelsblatts" ein schwerer Verfahrensfehler bei der Nachbenennung von zwei Vorständen. Zur entscheidenden Sitzung seien nur zwei der fünf Mitglieder des verantwortlichen gewerkschaftlichen Beirats eingeladen worden.

Unklar bleiben zunächst die Folgen für die angedrohten Arbeitskämpfe der Flugbegleiter im Lufthansa-Konzern. Bei der Tochter Eurowings hat der strittige Vorstand gerade die Mitglieder zu einer Urabstimmung über Streiks aufgerufen, die noch im August beginnen könnten.

Die Lufthansa sieht sich in ihrer Haltung bestätigt, dass die Gewerkschaft derzeit nicht über einen rechtmäßig gewählten Vorstand verfüge und daher auch nicht handlungsfähig sei. Ein Ufo-Sprecher sagte, dass man den Vorgang prüfen werde. Es handele sich um einen vorläufigen Beschluss, zu dem sich die Ufo nun äußern könne.