Industrie - Schwerin:Minister sieht Chancen für Rückkehr von Industriejobs

Industrie - Schwerin: Reinhard Meyer, Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild
Reinhard Meyer, Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Schwerin (dpa/mv) - Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) hofft auf ein Umdenken der Unternehmen bei der Internationalisierung ihrer Lieferketten. Er gehe davon aus, dass nach den Erfahrungen aus der Pandemie und den Folgen des Kriegs in der Ukraine ein geschärftes Bewusstsein entstehen werde für die Bedeutung von Globalisierung, Lieferkettensystemen und dem Wirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland und Europa, sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur. Er verbindet damit die Hoffnung, dass Deutschland als Standort für Industrieunternehmen wieder attraktiver wird.

Der SPD-Politiker zweifelt vor diesem Hintergrund auch daran, ob der Windkraftwerksbauer Nordex seine Entscheidung zur Verlagerung von Arbeitsplätzen aus Rostock nach Indien zum jetzigen Zeitpunkt erneut treffen würde. "Ob sich das auszahlt, das werden wir noch sehen", so Meyer. Es gebe bereits Interessenten für die Standorte von Nordex als auch dem Maschinenbauer Caterpillar.

Gleichzeitig sieht Meyer jedoch auch Herausforderungen, die als langfristige Folge der aktuellen Krisen erhalten bleiben werden. Hierzu zählt er zum einen die Verschlechterung beim Thema Fachkräftemangel, als auch die hohen Preise für Gas: "Wir werden, glaube ich, zu den günstigen Gaspreisen, die wir hatten, wohl nicht mehr zurückkehren". Insgesamt sieht der Wirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern einen Strukturwandel an den sich die Politik der Landesregierung anpassen muss, er betonte hierbei vor allem die Notwendigkeit einer Fachkräftestrategie, um passendes Personal ins Land zu holen.

© dpa-infocom, dpa:220917-99-794473/2

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