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Atomkraftwerk:Zehn Jahre nach dem Unglück von Fukushima

Schlimme Erinnerungen: Bilder von der Evakuierung im Landkreis Futaba nach der Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

(Foto: Philip Fong/AFP)

Japan sollte das letzte Ziel seiner Weltreise sein. Stattdessen wurde Fukushima die Heimat von Jürgen Oberbäumer. Dann kam die Katastrophe - und die schmerzhafte Zeit danach.

Von Thomas Hahn, Iwaki

Für Jürgen Oberbäumer aus Rödinghausen war Iwaki in der Präfektur Fukushima immer die Endstation, an der sein großes Glück begann. Er kam 1984 hier an, mit 30. Er war damals ein Abenteurer mit Psychologiestudium, der den Ernst des Arbeitslebens in Deutschland so lange wie möglich hinauszögern wollte. Japan sollte das letzte Ziel seiner Weltreise sein. Er war auf dem Weg zur Nordinsel Hokkaido, aber kannte sich nicht aus. In Iwaki fuhr der Zug nicht weiter. Auf der Straße fragte er eine Frau nach dem Weg. Sie nahm ihn mit zu ihrer Familie. Sie heirateten. Jürgen Oberbäumer etablierte sich als Sprachlehrer, die Kinder kamen. Iwaki, Fukushimas größte Stadt, deren Gebiet sich auf mehr als 1200 Quadratkilometer zwischen Abukuma-Bergen und Pazifikküste erstreckt, wurde seine Heimat.

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