Flüssiggas:Antrag auf Baustopp von Rügener LNG-Terminal

Binz: Touristen sind bei sonnigem Wetter am Strand der Insel Rügen. (Foto: Stefan Sauer/dpa)

Die Gemeinde Binz auf Rügen beantragt sofortigen Baustopp und reicht Klage ein.

Binz hat nach eigenen Angaben beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen das geplante Rügener Terminal für Flüssigerdgas (LNG) geklagt. Die bereits am Donnerstag durch den Bevollmächtigten Reiner Geulen eingereichte Klage richte sich gegen die Anfang der Woche bekannt gewordene Genehmigung des Bergamtes Stralsund für einen Teil der Anbindungspipeline, teilte die Gemeinde am Freitag mit. Das Gericht war zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen. "Die Gemeinde Binz hat mit der Klageerhebung einen sofortigen Baustopp beantragt", hieß es weiter. Die Gemeinde wende sich in Gänze gegen die geplanten Industrieanlagen. Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte bereits eine entsprechende Klage und die Beantragung eines sofortigen Baustopps angekündigt.

Binz läuft seit Monaten Sturm gegen das Projekt. Nach Ansicht von Gemeindevertretern bedroht es die Umwelt und den für die Insel wichtigen Tourismus. Zudem verwies die Gemeinde erneut auf die Risiken, die durch den Betrieb der Anlagen im benachbarten Hafen von Mukran entstünden. Auch würden sich der Tankerverkehr sowie die notwendige Ausbaggerung der Fahrrinne auf die Küstenregion auswirken.

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