Einzelhandel:Studie: Der nächste Supermarkt ist für viele zu weit weg

Eine Frau geht mit Einkaufstaschen durch die Innenstadt. (Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild)

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Dortmund (dpa/lnw) - Der nächste Lebensmittelladen ist für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen für einen schnellen Einkauf zu Fuß viel zu weit weg. Fast vier von zehn Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland können innerhalb von zehn Minuten ohne Auto oder Fahrrad weder einen Supermarkt noch einen Discounter erreichen, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Dortmunder Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ILS ergab. Bei der Studie wurden Geschäfte mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche berücksichtigt.

Wer dagegen über ein Auto verfügt, erreicht in Nordrhein-Westfalen nach wie vor schnell ein Lebensmittelgeschäft. Für 99,1 Prozent der in NRW lebenden Menschen beträgt die Fahrzeit zum nächsten Supermarkt oder Discounter der Studie zufolge weniger als zehn Minuten. Auch für den Einkauf mit dem Fahrrad sind den ILS-Analysen zufolge die Voraussetzungen noch vergleichsweise gut. Immerhin 92,6 Prozent der Menschen seien mit dem Fahrrad innerhalb von zehn Minuten beim nächsten Lebensmittelgeschäft.

Der Hintergrund: Der Lebensmitteleinzelhandel befindet sich seit Jahren im Wandel. Das Angebot konzentriert sich mehr und mehr auf Supermärkte und Discounter an nachfragestarken Standorten. Die Anzahl der Betriebe nahm in den vergangenen Jahren ab, die durchschnittliche Verkaufsfläche der Betriebe dagegen zu. „Weniger Verkaufsstätten mit einer im Durchschnitt größeren Verkaufsfläche bedeuten für die Kundschaft in der Regel längere Einkaufswege“, betonten die Verfasser der Studie.

Vor allem in sehr ländlichen Regionen sei die Situation häufig schwierig, betonten die Verfasser der Studie. „Wenn kein Lebensmittelgeschäft mehr im Ort vorhanden ist, ist es zum Teil schwierig oder gar nicht möglich ohne Auto einzukaufen.“

© dpa-infocom, dpa:230222-99-694535/3

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