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Einzelhandel - Nürnberg:Karstadt-Filiale in Nürnberger Innenstadt gerettet

Bayern
Das Logo von Galeria Karstadt Kaufhof klebt am Schaufenster einer Filiale der Warenhauskette. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Nürnberg (dpa/lby) - Die Galeria Karstadt-Filiale in der Nürnberger Innenstadt wird nicht wie geplant geschlossen. Es habe intensive Gespräche mit dem Warenhauskonzern und dem Immobilieneigentümer gegeben, verkündete die Stadt am Freitag. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind damit 300 Arbeitsplätze gerettet.

Auch für die Filialen in Dortmund, Goslar, Potsdam, Chemnitz und Leverkusen gebe es jetzt wieder eine Zukunftsperspektive, teilte der Vorsitzenden der Geschäftsführung Miguel Müllenbach in einem Mitarbeiterbrief mit. Rund 750 Mitarbeiter behalten mit der Rettung der sechs Filialen ihren Arbeitsplatz.

Erst vor zwei Wochen hatte der Konzern zum Entsetzen vieler Mitarbeiter und der betroffen Kommunen die Schließung von 62 Warenhäusern in 47 Städten angekündigt. In Bayern waren ursprünglich sechs Filialen für die Schließung vorgesehen: Drei Häuser in München, zwei in Nürnberg und eines in Ingolstadt.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und die Gewerkschaft Verdi wollen sich für den Erhalt weiterer Standorte einsetzen. "In den nächsten Tagen werden wir weitere Gespräche führen, um Schließungen zu vermeiden", erklärte Aiwanger.

Galeria Karstadt Kaufhof war durch die pandemiebedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Der Konzern rechnet durch die Pandemie und den durch sie ausgelösten Konjunkturabschwung bis Ende 2022 mit Umsatzeinbußen von bis zu 1,4 Milliarden Euro.

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