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Chat zur Vollbeschäftigung:An die Arbeit - dalli, dalli

Vollbeschäftigung in Deutschland? Über Jahre war das undenkbar. Jetzt macht das Zauberwort die Runde, nachdem der Arbeitsmarktexperte Klaus-Jürgen Gern es auf den Markt geworfen hatte. Der Chat im Wortlaut.

Wirtschaftswunder reloaded? Vollbeschäftigung? Aber sicher doch! Was jahrelang als unvorstellbar galt, könnte schon bald Wirklichkeit werden. 2014, sagt das Institut für Wirtschftsforschung Kiel (IFW), könnte es soweit sein und das langersehnte Ziel aller Bundesregierungen endlich Wirklichkeit werden.

Vollbeschäftigung Stempel

Vollbeschäftigung in Deutschland? Geht das?

(Foto: Foto: iStockphoto / Grafik:)

Doch was heißt das eigentlich - Vollbeschäftigung? Findet jeder, der Arbeit sucht, einen Job? Nicht ganz. Ökonomen sprechen dann von Vollbeschäftigung, wenn die Arbeitslosenquote bei drei Prozent liegt. Doch selbst diese Zahl ist umstritten. Einige Wirtschaftswissenschaftler werten auch eine Quote von vier Prozent noch als Vollbeschäftigung, andere eine Quote von fünf Prozent.

IFW-Arbeitsmarktexperte Klaus-Jürgen Gern ist der Mann, der Mitte Juli das magische Wort Vollbeschäftigung mit in die Runde geworfen hat. Gemeinsam mit seinem Kollegen Carsten-Patrick Meier vom Forschungsinstitut Kiel Economics. Die These der Wissenschaftler: Im Jahr 2014 werden nur noch 1,84 Millionen Menschen ohne Job sein. Umgerechnet läge die Arbeitslosenquote dann bei 4,5 Prozent. Das wäre der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Schon jetzt wird Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) nicht müde, das Mantra von der Vollbeschäftigung gebetsmühlenartig zu predigen.

Hier der Chat zum Nachlesen:

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