MeinungDigitales Geld in AfrikaKrypto macht die Welt nicht besser

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Essay von Philipp Bovermann

Lesezeit: 6 Min.

Das Projekt "Akon City" verspricht eine goldene Krypto-Zukunft.
Das Projekt "Akon City" verspricht eine goldene Krypto-Zukunft. (Foto: oH)

Die Ärmsten der Welt sollen vom digitalen Geld profitieren - und so endlich ans Finanzsystem angeschlossen werden. Doch dieses Versprechen ist zynisch.

Der R&B-Sänger Akon möchte Afrika eine Vision geben: eine Hightech-Stadt als Leuchtturmprojekt für den Kontinent. Entwürfe zeigen eine wellenförmig geschwungene Skyline aus futuristischen Glastürmen, die aussehen wie Sexspielzeug für Aliens. In den Büros sollen Start-ups Ideen ausbrüten, hinter den Fassaden smarte, nachhaltige Technologien stecken und, ganz wichtig, bezahlt wird natürlich mit Kryptowährungen. Diese, so sagte er bei der Vorstellung des Projekts im vergangenen Jahr, könnten "der Retter Afrikas" sein. Der Musiker ist überzeugt, dass sie den Kontinent vor Inflation und Korruption bewahren und damit die Tür in eine goldene Zukunft öffnen werden. "Akon City" soll deshalb als "Ökosystem" um eine eigene Kryptowährung herum fungieren. Für seine Pläne erhielt Akon von Investoren angeblich Zusagen über vier Milliarden US-Dollar und von der senegalesischen Regierung außerdem 800 Hektar Land an der Küste.

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