Bahn - Berlin:Zehntausende haben 9-Euro-Ticket: Bahn bereitet sich vor

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Ein 9-Euro-Ticket ist vor dem Hintergrund einer einfahrenden S-Bahn zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa (Foto: dpa)

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Berlin (dpa/bb) - Längere Fahrten und Sonderschichten für Sicherheit und Reinigung: Die Bahn in der Region bereitet sich auf einen großen Andrang wegen des 9-Euro-Tickets vor. Die Kapazitäten zwischen Berlin und der Ostsee werden etwas aufgestockt. Berlins S-Bahn verdichtet die abendlichen Takte an Grunewald und Wannsee und lässt Verstärkerzüge länger fahren.

Allein bei den Berliner Verkehrsbetrieben wurden von Freitag bis Sonntag 130 000 der Tickets verkauft. Bei der S-Bahn waren es nach Unternehmensangaben am Wochenende 13 400. Die Potsdamer Verkehrsbetriebe meldeten am Montagnachmittag rund 3300 verkaufte Tickets. Die Aktionsfahrkarte ist unbegrenzt für die Monate Juni, Juli und August verfügbar. Für 9 Euro kann man einen Monat lang bundesweit den Nahverkehr nutzen.

Der Bund will damit die Menschen angesichts gestiegener Spritkosten entlasten und für einen dauerhaften Umstieg auf Busse und Bahnen werben. Der Andrang auf die Fahrkarten dürfte nun erst losgehen. Denn bei der Deutschen Bahn und den meisten Verkehrsverbünden sind die Tickets seit Montag erhältlich.

Für Ausflüge fahren deshalb in den kommenden Monaten etwas mehr Regionalzüge zwischen Berlin und der Ostsee. So verlängert die Bahn ihre Ausflugszüge in Richtung Prenzlau (RE3) und Neustrelitz (RE5) an Wochenenden bis Rostock beziehungsweise Stralsund. Auf der RE7 fährt auch an Wochenenden zwischen Zossen, Berlin und Bad Belzig/Dessau ein zweiter Triebwagen.

Wer sein Fahrrad mitnehmen möchte, braucht zusätzlich ein Fahrrad-Ticket. Die Bahn betont jedoch für Ausflugs- und Berufsverkehr: "Die Mitnahme des Fahrrads kann nicht garantiert werden, da insgesamt mit einer hohen Auslastung gerechnet wird."

Die Bahn verstärkt deshalb nach eigenen Angaben ihre Reinigungsteams und lässt auch unterwegs Müll einsammeln. Zudem würden an Bahnhöfen mehr Sicherheitspersonal und Servicekräfte eingesetzt - für die Sicherheit und damit Fahrgäste zügig ein- und aussteigen. Auch die Instandhaltung in den Werkstätten werde verstärkt. Zahlen nannte die Bahn nicht.

© dpa-infocom, dpa:220523-99-396427/4

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