Arbeitsmarkt - Cottbus:Deutsch lernen wichtigstes Ziel für Flüchtlinge

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Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Cottbus (dpa/bb) - Die Integration von Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine in den Arbeitsmarkt nimmt in Brandenburg an Fahrt auf. Zu dieser Einschätzung kommt die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. Oft stellten allerdings fehlende Sprachkenntnisse der Flüchtlinge, die sich gemeldet hätten, noch eine Barriere dar, berichtete Geschäftsführerin Ramona Schröder am Freitag in Cottbus. 85 Prozent von 7000 Antragstellern aus der Ukraine hätten große Probleme mit der deutschen Sprache. "Sprache lernen ist Thema Nummer 1", betonte Schröder. Die Entwicklung gestalte sich dahingehend aber positiv. Die Teilnahme an Sprachkursen habe sich seit Mai verdreifacht, 700 Menschen lernten inzwischen Deutsch.

Seit 1. Juni 2022 werden Hilfen und Sozialleistungen für bedürftige Geflüchtete aus der Ukraine nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern nach dem Sozialgesetzbuch geleistet, wenn sie registriert sind. Dieser Übergang sei nicht einfach gewesen, aber gut geschafft worden, betonte die Arbeitsagentur-Chefin. Die Motivation bei den Mitarbeitern der Jobcenter und auch der geflüchteten Menschen, die in Brandenburg bleiben wollen, sei groß. Neben der Absicherung für den Lebensunterhalt beraten die Jobcenter gezielt zu Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit. Vor allen der Gesundheits- und Pflegebereich, das Handwerk und die Baubranche stellten Arbeitskräfte ein. "Das A und O ist aber die Sprache", so Schröder.

Brandenburgs Arbeitsminister Jörg Steinbach (SPD) ermunterte Unternehmen und Betriebe, das Arbeitskräftepotenzial ukrainischer Geflüchteter noch stärker zu nutzen. Dafür stünden Beratungsangebote der Jobcenter und der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

© dpa-infocom, dpa:220722-99-118809/2

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