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Ahornsirup aus Kanada:Voll im Saft

Die US-Rivalen zwingen Kanada zu einer höheren Produktion von Ahornsirup.

(Foto: Dvortygirl via commons.wikimedia.org; CC BY-SA 3.0)

Das kanadische Ahornsirup-Kartell lässt mehr Produktion zu - und gibt dem Druck wütender Produzenten nach. Denn die Nachfrage nach dem zähen Gold steigt - und die USA gewinnen immer mehr Marktanteile.

Das Zentrum der weltweiten Produktion von Ahornsirup ist eine Gegend mit vielen Bäumen und wenigen Menschen: Québec, eine Provinz im Osten Kanadas, ist so etwas wie das Saudi-Arabien des süßlichen Baumsafts - dort kommen 70 Prozent des weltweit gehandelten Sirups her, es gibt sogar eine strategische Reserve für schlechte Zeiten. Und wie es bei der Erdölförderung im Nahen Osten der Fall ist, übt auch beim Ahornsirup ein Kartell die Kontrolle über die Produktion aus. Die "Fédération des producteurs acéricoles" gilt gewissermaßen als die Opec des Sirups. Sie überwacht, dass die Baumbesitzer nur genau so viel des süßen Goldes aus den Bäumen zapfen und dann einkochen, wie die Fédération erlaubt. Auch achtet sie darauf, dass alle Produzenten den gleichen Preis bekommen.

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