Medizinethik

Anatomie
:„Das sind immer noch Menschen, nur eben in Teilen“

In anatomischen Sammlungen liegen Präparate von Hingerichteten, deren Körper ohne ihr Einverständnis für die Forschung verwendet wurden. Sara Doll hat die Geschichten dieser Menschen recherchiert. Zeit für ein Gespräch.

SZ PlusInterview von Jakob Wetzel

Bundesverfassungsgericht
:Triage-Paragraf ist nichtig

Für eine gesetzliche Regelung, welcher Patient bei überlasteten Notfallkapazitäten den Vorrang hat, war der Bund gar nicht zuständig. Nun sind die Länder am Zug.

SZ PlusVon Wolfgang Janisch

Medizin
:Bundesverfassungsgericht kippt Triage-Regelungen

In Notlagen müssen Medizinerinnen und Mediziner entscheiden, wer zuerst drankommt, wenn Intensivbetten zu knapp sind. In Karlsruhe ging es auch um die sogenannte Triage „ex post“.

Organspende
:Und dann schlägt das Herz doch noch

In den USA werden erschreckende Fälle von versuchten Organentnahmen bei noch Lebenden bekannt. Sie waren fälschlich als herztot eingestuft worden. Auch in Deutschland wird Organspende von Herztoten diskutiert. Ist das eine gute Idee?

SZ PlusVon Christina Berndt

Wegweisendes Gerichtsurteil
:Neue Hoffnung für Contergan-Geschädigte

Ein Schlafmittel hat in der frühen Bundesrepublik Tausende Fehlbildungen verursacht – es war ein großer Medizinskandal. Viele Betroffene warten bis heute auf Entschädigung. Doch jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht ein wegweisendes Urteil gefällt.

SZ PlusVon Christina Berndt und Jana Heck

Samenspende
:„Manche Kinder fühlen sich wie ein Teil einer Massenproduktion“

Ein Mann spendet Samen. Dann zeigt sich, dass er eine seltene Veranlagung für Krebs hat – und mindestens  67 Nachkommen.

SZ PlusVon Berit Uhlmann

Prozess
:Anatomie eines Suizids

Können Hasskommentare einen Menschen dazu treiben, sich das Leben zu nehmen? Im Fall der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr hat das Gericht den Angeklagten freigesprochen. Im Prozess wurde deutlich: Eine Selbsttötung geschieht nicht im luftleeren Raum.

SZ PlusVon Moritz Geier und Verena Mayer

Lexikon
:Organspende

Ein Vorgang, dem man in Deutschland bisher ausdrücklich zustimmen muss.

Von Bastian Brinkmann

SZ JetztGesundheit
:Zu jung für eine Vasektomie?

Ekin Duranli will keine Kinder. Um seine Partnerin bei der Verhütung zu entlasten, möchte er sich sterilisieren lassen. Nur lehnt ihn eine Praxis nach der anderen ab.

SZ PlusVon Pegah Julia Meggendorfer

Medizinethik
:Sollten Menschen sterben dürfen, bevor sie leiden?

Viele Menschen überlegen, im Alter einer Demenz oder Gebrechlichkeit aus dem Weg zu gehen, mithilfe eines tödlichen Medikaments. Warum diese Gedanken ernstzunehmen sind.

SZ PlusGastbeitrag von Bettina Schöne-Seifert

MeinungErbkrankheiten
:Recht auf Nicht-Wissen

Im Projekt "BabySeq" wird das Erbgut neugeborener Babys systematisch auf Krankheitsgene durchsucht. Das könnte mehr schaden als nützen.

SZ PlusKommentar von Tina Baier

Genanalysen von Säuglingen
:Jedes zehnte Neugeborene trägt genetische Risiken

Werden genetische Risiken für bestimmte Krankheiten direkt nach der Geburt erfasst, lässt sich früher gegensteuern - so die Idee hinter dem Projekt "BabySeq". Doch nicht jedes genetische Risiko führt tatsächlich zu Problemen.

Ort der NS-Verbrechen
:Das Ende der "Hupfla"

Der Protest von Ärzten, Denkmalschützern, Medizinethikern und des Auschwitz Komitees konnte den nahezu vollständigen Abriss der historischen Heil- und Pflegeanstalt in Erlangen nicht verhindern. Nun ist fast nichts mehr übrig.

Von Olaf Przybilla

Bundestag
:Beschlüsse zu Berlinwahl, Wahlalter und Triage

Viele Berliner müssen ihre Stimmabgabe wiederholen, in Deutschland dürfen Jugendliche nun Europaabgeordnete wählen, und Intensivmediziner dürfen Patienten mit höherer Überlebenswahrscheinlichkeit nicht bevorzugen.

Neues Infektionsschutzgesetz
:Maskenpflicht in Flug- und Fernverkehr

Das Bundeskabinett hat sich auf Corona-Maßnahmen für den Herbst geeinigt. Neue Triage-Regeln bestimmen, welche Patienten bei Engpässen zuerst behandelt werden.

Von Oliver Klasen

Triage
:Wer darf überleben, wenn es in Krankenhäusern eng wird?

Wen sollen Ärzte bevorzugen, wenn die Zahl der Intensivbetten nicht mehr reicht? Die Bundesregierung arbeitet an einem Gesetz für eine solche Triage, doch die Kritik ist laut.

SZ PlusVon Christina Berndt

MeinungRecht und Gesundheit
:Abgründe

Wer darf leben? Die geplanten Regeln im Triage-Gesetz sind eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen und für die Alten.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Kritische Medizin München
:Sie wollen eine bessere Medizin

Sie kämpfen gegen Sexismus im Krankenhaus und für eine Medizin ohne Profitdruck: Junge Münchnerinnen und Münchner haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Den Arztberuf zu verändern.

SZ PlusVon Clara Löffler und Louis Seibert

Gesetzentwurf zur Triage
:"Patienten, die dann neu kommen, würden in vielen Fällen sterben"

Sollten Ärzte die Behandlung eines Patienten abbrechen dürfen zugunsten eines anderen, der bessere Überlebenschancen hat? Die Bundesregierung sagt Nein. Die Rechtsphilosophin Tatjana Hörnle sieht in der Entscheidung eine große Gefahr.

Interview von Michaela Schwinn

Triage
:Das Los sollte nicht über Leben und Tod entscheiden

Wenn nicht alle Patienten gerettet werden können, müssen Ärzte eine Auswahl treffen. Ein schwieriges Unterfangen. Um ihnen zu helfen, denkt man derzeit über Kriterien nach. Ein SZ-Vorschlag findet bisher keine Anhänger unter den Lesern.

Leserdiskussion
:Gesetzentwurf zur Triage: ein Tabubruch?

Die Regierung arbeitet an einem Gesetz zur Triage, für den Fall, dass Betten auf Intensivstationen knapp werden. Für SZ-Autorin Christina Berndt ist der Entwurf ein echter Tabubruch.

Triage in der Pandemie
:Beatmungsgerät soll keinem Patienten entzogen werden

"Ex-post-Triage ist ethisch nicht vertretbar", sagt Karl Lauterbach und stellt damit die SPD-Position in der Debatte klar. Auch die Grünen sind gegen einen Behandlungsabbruch zugunsten anderer Kranker.

MeinungCoronavirus
:Ein ungeheuerlicher Gesetzentwurf

Für den Fall, dass Betten auf Intensivstationen knapp werden, arbeitet die Regierung an einem Gesetz zur Triage. Doch der Entwurf, der nun vorliegt, ist nicht nur eine Brüskierung von Menschen mit Behinderung, sondern auch ein echter Tabubruch.

Kommentar von Christina Berndt

Triage auf Corona-Intensivstationen
:Über Leben und Tod

Das Bundesverfassungsgericht hat ein verwirrendes Urteil gesprochen. Werden Menschen mit Behinderung im Fall von Triage benachteiligt? Und könnte man nicht auch den Zufall entscheiden lassen? Oder den Impfstatus? Ein Klärungsversuch.

SZ PlusGastbeitrag von Adriano Mannino

Triage
:Entscheidung mit Folgen

Die Antwort auf die Frage, wer das Intensivbett bekommen soll, kann über Leben und Tod entscheiden. Doch welche Rolle soll dabei der Impfstatus spielen?

MeinungPrantls Blick
:Die Triage beginnt im Kopf

Warum Menschen mit Behinderung zu Recht in Karlsruhe geklagt haben. Und warum es so wichtig ist, dass sie recht bekommen haben. Das Selbstverständliche ist nämlich in der Pandemie nicht mehr selbstverständlich.

SZ PlusVon Heribert Prantl

MeinungBundesverfassungsgericht zur Triage
:Bevor das Unheil kommt

Das Bundesverfassungsgericht drängt den Gesetzgeber zu regeln, wer im Zweifel ein Intensivbett erhält und wer nicht. Angesichts von Omikron ist das überfällig.

SZ PlusKommentar von Wolfgang Janisch

Reaktionen auf Bundesverfassungsgericht
:Regierung und Fraktionen wollen schnell klare Regeln bei Triage schaffen

Karlsruhe betont den Schutz von Menschen mit Behinderung auch bei einer möglichen Triage. Die Bundesregierung will zügig einen Entwurf vorlegen.

Coronavirus
:Die Furcht vor dem Recht des Stärkeren

"Klinische Erfolgsaussicht": Was soll das heißen? Das Bundesverfassungsgericht entscheidet über die Regeln der Triage - für den Fall, dass eine Intensivstation überfüllt ist.

Von Wolfgang Janisch

Philosophin Cynthia Fleury
:"Das Sterben in Zeiten von Covid-19 ist unwürdig, ziemlich unmenschlich"

Unsere moderne Gesellschaft räumt dem Sterben keinen Platz mehr ein, sagt die französische Philosophin Cynthia Fleury. Das werde in der Pandemie zum Problem für alle.

SZ PlusInterview von Nils Minkmar

Triage
:Wenn es um Leben und Tod geht

Bett oder kein Bett? Warum sich demnächst das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit der Frage beschäftigen wird, ob die Auswahl von Patienten für einen Platz in der Klinik gesetzlich geregelt werden muss.

Von Wolfgang Janisch

Corona
:"Wo fängt Triage an, wo hört sie auf?"

Ärzte warnen vor Triage, doch die Lage in den Krankenhäusern ist so angespannt, dass längst nicht nur Intensivbetten knapp sind. Über den Notstand an den Kliniken.

SZ PlusVon Werner Bartens

Corona in München
:Notstand in den Kliniken erreicht historische Dimension

Auch aus München werden Patienten in andere Bundesländer transportiert. Bald könnte die höchste Katastrophenfallstufe gelten.

Von Ekaterina Kel

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Triage in einer bisher nicht gekannten Notlage

In den Krankenhäusern geht es inzwischen um Leben oder Tod. Die Debatte um die Triage ist neu entfacht. Stellt sich die Frage: Was muss denn noch passieren, damit sich Menschen impfen lassen?

Von Werner Bartens und Lars Langenau

Triage
:"Priorisierung nach Überlebenschancen"

Medizinethiker Georg Marckmann erklärt im Interview, wieso Ungeimpfte bei der Triage nicht schlechter gestellt werden dürfen als Geimpfte, wie die Priorisierung von Patienten abläuft - und warum nicht das Alter entscheidend ist.

SZ PlusInterview von Martina Scherf

Ärzte vor Gericht
:"Wir sind kein Tribunal"

Misslungene Brustvergrößerungen, gelähmte Kinder, Todesfälle: Wer in München seinen Arzt verklagt, landet im Gerichtssaal von Peter Lemmers. Eine Geschichte über Fehler, Verantwortung und Menschlichkeit.

SZ PlusVon Viktoria Spinrad

Corona
:Leiden für die Forschung

In Großbritannien wurde eine Studie genehmigt, bei der sich junge Menschen freiwillig mit Corona infizieren lassen. Was erhofft man sich davon?

SZ PlusVon Werner Bartens

MeinungTriage
:Der Wert eines Menschenlebens

Die Triage ist eine schwierige, ja tragische Situation. Das bedeutet aber nicht, dass es dabei keine richtigen Entscheidungen gibt. Die Gesellschaft sollte Ärzte nicht damit alleine lassen.

SZ PlusGastbeitrag von Korbinian Rüger

Krankenhäuser
:"Bevor es zur Triage kommt, gibt es Spielräume"

Angehörige wollen ihre Liebsten oft um jeden Preis retten. Doch gerade jetzt, wo die Ressourcen knapp werden, geht es um die Frage: Wie entscheiden die Ärzte, ob und wie lange ein Patient behandelt wird?

SZ PlusVon Werner Bartens

Coronakrise in Sachsen
:"Musste jedem klar sein, dass es irgendwann dazu kommt"

Nirgendwo in Deutschland wütet das Virus zurzeit so wie in Sachsen. Der Direktor eines Klinikums in Zittau spricht am Dienstag von Triage. Bestandsaufnahme in einer Stadt, in der das Gesundheitssystem jetzt an seine Grenzen stößt.

SZ PlusVon Cornelius Pollmer

MeinungTriage
:Das Recht darf die Ärzte nicht alleinlassen

Auch in Deutschland werden nun Intensivbetten oder Beatmungsgeräte knapp. Dann müssen Mediziner die furchtbare Entscheidung treffen, wer gerettet wird und wer sterben muss. Der Gesetzgeber schweigt dazu. Das darf nicht so bleiben.

Kommentar von Stefan Ulrich

Medizin in München
:"Wir lassen den Patienten nicht allein"

Dominik Rahammer ist Palliativmediziner und Ethik-Berater. Zusammen mit Ärzten und Pflegern gibt er Empfehlungen, wie und ob schwerkranke Patienten weiter behandelt werden. Über Entscheidungen auf Leben und Tod.

SZ PlusVon Stephan Handel

MeinungMedizinethik
:Hilfe beim letzten Weg

Menschen haben laut Bundesverfassungsgericht Anrecht auf Medikamente, die einen schmerzfreien Suizid ermöglichen. Die Regierung ignoriert das Urteil.

Von Christina Berndt

Corona-Pandemie
:Zuerst ganz gut bewältigt

Die Juristen Jens Kersten und Stephan Rixen haben überprüft, wie der Verfassungsstaat in den ersten Monaten der Corona-Seuche reagiert hat. Das Fazit der beiden ist positiv.

Rezension von Wolfgang Janisch

Richtlinien
:Bischöfe: Triage nur "Ultima Ratio"

Die Triage ist in der Corona-Krise nach den Worten der Bischofskonferenz als letztes Mittel erlaubt. "Im Fall einer unüberbrückbaren Kluft von medizinischen Ressourcen und Behandlungsbedarf in Folge einer pandemischen Überlastung des ...

Kunst in Zeiten von Corona
:Triage und Vergänglichkeit

"Die Bekenner", eine neue Gruppe um Peter Kees aus Steinhöring, setzt sich mit den Facetten der Pandemie auseinander

Von Anja Blum

Coronavirus
:Wie sich Ärzte entscheiden sollen

Viele Notfallpatienten, zu wenige Intensivbetten: In einigen Ländern müssen Ärzte Triage-Entscheidungen treffen. Welche Überlegungen die Mediziner haben sollten.

Von Werner Bartens

Coronavirus
:Klinik mit Vorzelt

Vor dem Krankenhaus in Fürstenfeldbruck sollen Patienten jetzt zuerst untersucht werden

Ethik in Zeiten der Corona-Krise
:Wenn zwischen Sterben und Leben entschieden wird

Was, wenn die Beatmungsmaschinen nicht mehr für alle Corona-Intensivpatienten reichen? Ein neues Papier gibt deutschen Ärzten Kritierien für Triage-Szenarien an die Hand. Andere Länder entwerfen eigene Strategien.

Von SZ-Autoren

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: